SPP 1173/1: Die Zungen Europas. Sakralität, Weltdeutung und Vielfalt der Sprachen im euromediterranen Mittelalter

Auf einen Blick

Laufzeit
11/2006  – 09/2011
DFG-Fachsystematik

Mittelalterliche Geschichte

Förderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

Das Projekt fragt nach Funktion und Bedeutung sprachlicher Phänomene (Reflexion und Praxis) für Formen kultureller Integration und Desintegration/Partikularisation in Europa und die Konstitution seiner Peripherien. Sein primäres Untersuchungsfeld sind Nordeuropa und der Ostseeraum sowie der Nordwestrand des Mittelmeers unter Bezug auf das grammatische Schrifttum Lateineuropas im Hochmittelalter; vergleichend werden die atlantischen Inseln im Frühmittelalter sowie Syrien herangezogen. Seine Gegenstände sind die theologische Sinngebung sprachlicher Zustände, die linguistische Figurierung von Welterklärung sowie – in einem zweiten Abschnitt – die korrespondierenden sozialen Praktiken, die an wohlgewählten, für die Gesamtheit signifikanten Fällen untersucht werden sollen. Im hier beantragten Zeitraum soll in vergleichender Perspektive ein Teilaspekt dieses zweiten Abschnitts, nämlich die linguistische Konstitution von Herrschaft in plurikulturalen Kontaktzonen, anhand volkssprachlicher Königschroniken des Hochmittelalters behandelt werden.

Projektleitung

  • Person

    Prof. Dr. phil. Michael Borgolte

    • Institut für Geschichtswissenschaften