Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel durch adaptive Politik zur Förderung der Agrarökologie – eine vergleichende Perspektive am Agrar-Wasser-Nexus in Indien und Deutschland
Auf einen Blick
Hydrogeologie, Hydrologie, Limnologie, Siedlungswasserwirtschaft, Wasserchemie, Integrierte Wasserressourcen-Bewirtschaftung
Ökologie der Landnutzung
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Projektbeschreibung
Sowohl Indien als auch Deutschland stehen vor großen Herausforderungen bei der Etablierung adäquater Klimaanpassungsansätze und politischer Instrumente, was besonders an der Verknüpfung von Wasser und Landwirtschaft deutlich wird. Bereits heute kämpft Indien mit schwindenden und teilweise kontaminierten Wasserressourcen, unzureichend gestalteter ländlicher Infrastruktur und den damit verbundenen gesundheitlichen Folgen für die indische Landbevölkerung. In Deutschland werden die Folgen häufigerer Dürren, Temperaturanstiege und veränderter Niederschlagsmuster voraussichtlich großflächige Waldbrände, schwerwiegende Wasserknappheit für die Landwirtschaft und städtische Gebiete und einen dramatischen Rückgang der Artenvielfalt verursachen. In beiden Ländern bedroht eine höhere Wahrscheinlichkeit schwerer Überschwemmungen zusätzlich Böden und Ernten und in manchen Regionen sogar das Leben der Menschen.
Eine klimaangepasste, nachhaltige Bewirtschaftung der Wasser- und Bodenressourcen muss in beiden Ländern dringend verbessert werden. Allerdings tragen unter anderem ein begrenztes Verständnis über Klimaanpassungsmaßnahmen im Nexus Wasser-Landwirtschaft und das Fehlen eines geeigneten politischen Rahmens zu unzureichenden Maßnahmen oder einer unzureichenden Umsetzung derselben bei. Wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Klimaanpassungserfordernissen, Landwirtschaft und einem integrierten Wasserressourcenmanagement bleiben oft unberücksichtigt. Agrarökologie, ein ganzheitlicher Ansatz in der Landwirtschaft, fördert Prinzipien wie Synergie, Effizienz, geschlossene Nährstoffkreisläufe und Resilienz. Es hat gezeigt, dass es die Klimaanpassung und Widerstandsfähigkeit auf lokaler Ebene erhöht und bietet somit das Potenzial, Anpassungskapazitäten und breitere Ergebnisse der Transformation des Agrar- und Ernährungssystems zu stärken. Die vergleichende Betrachtung dieser Herausforderungen und entsprechender politischer Ansätze und Maßnahmen in ausgewählten Regionen Indiens und Deutschlands bietet neue Möglichkeiten für die Ko-Kreation von Wissen (Voneinander-Lernen) in internationalen Forschungskooperationen.
Projektleitung
- Person
Dr. rer. agr. Thomas Aenis
- Lebenswissenschaftliche Fakultät
- Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften
- Person
Dr. rer. agr. Susanne Neubert
- Lebenswissenschaftliche Fakultät
- Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften