Summer School. Elites and ruling classes: a major issue in European History (16th-21st centuries). Rome, 18th-20th May 2015
Auf einen Blick
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Projektbeschreibung
Gefördert wird eine Summer School in Rom vom 18.-20. Mai 2015, organisiert von der Università degli Studia di Roma Tor Vergata, der Università degli Roma Tre und der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema: "Elites and ruling classes: a maor issue in European History (16th - 21st centuries)". Nachdem die Forschung zu Eliten lange Zeit eine Domäne der Soziologie gewesen war, hat sich auch die Geschichtswissenschaft in den vergangenen Jahren diesem Thema zugewandt. Gespeist von den Theorien von Max Weber, Vilfredo Pareto oder Robert Michels wurden dabei insbesondere sozial- und kulturgeschichtliche Fragestellungen aufgenommen. In der Summer School, die sich auf dem europaweiten Masterstudiengang European History gründet, sollen Studierende aus Deutschland und Italien, aber auch der angegliederten Universitäten in London, Paris und Wien, mit Historikerinnen und Historikern aus Italien, Deutschland, Spanien, Frankreich und Großbritannien geschichtswissenschaftliche Fragestellungen zu Bildung, Rekrutierung von Eliten, deren Inklusions- wie Exklusionspraktiken gemeinsam bearbeiten und diskutieren. Waren in der Vormoderne der Besitz von Land oder die Zugehörigkeit zu bestimmten (adligen) Familien Voraussetzung, Mitglied der Elite in europäischen Gesellschaften zu sein, so veränderten sich sowohl gesellschaftliche Eliten wie deren Zugehörigkeitskriterien mit dem Aufstieg der Nationalstaaten in Europa grundlegend. Besitz von Kapital oder Ausbildung und Wissen wurde in bürgerlichen Gesellschaften zunehmend wichtiger als Landbesitz oder Geburtsprivilegien.In der Sommer School sollen diese historischen Prozesse der Elitebildungen mit einem breiten Spektrum geschichtswissenschaftlicher Perspektive, sowohl konzeptioneller wie epochaler Art, in gemeinsamen Workshops von Studierenden und Lehrenden diskutiert werden. Auf der Grundlage des Masterstudiengangs European History werden mit einer solchen Summer School sowohl die aktuelle Kooperation zwischen den Universitäten verstärkt als auch die künftige Zusammenarbeit von Studierenden wie Dozent/innen nachhaltig gefördert.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. Michael Wildt
- Institut für Geschichtswissenschaften
- Historische Diktaturforschung mit dem Schwerpunkt im Nationalsozialismus