Tonalität 1900-1950: Konzept und Praxis
Auf einen Blick
Alexander von Humboldt-Stiftung
Projektbeschreibung
Tonalität schien für die Musik des 20. Jahrhunderts lange Zeit eine überholte musikalische Kategorie zu sein, behaftet mit dem Makel der Rückständigkeit oder gar des Reaktionären. Indes ist in den letzten Jahrzehnten ein Wandel eingetreten, der sich sowohl im zeitgenössischen Komponieren als auch in der musikwissenschaftlichen wie musiktheoretischen Diskussion widerspiegelt und eine neue Offenheit gegenüber dem Phänomen erkennen lässt. Die internationale Konferenz Tonalität 1900-1950: Konzept und Praxis (Tonality 1900-1950: Concept and Practice) will als Teil dieses Diskurses einerseits die kompositorische Praxis von Tonalität in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts reflektieren, andererseits das Phänomen Tonalität in einen breiteren kulturgeschichtlichen Zusammenhang einbetten, indem unterschiedlichen konzeptionellen Auffassungen sowohl in der Musiktheorie als auch der Musikpublizistik nachgegangen wird. Nachdem die wissenschaftliche Konferenz im Herbst 2010 stattgefunden hat, wird seit Herbst 2011 die Publikation vorbereitet, die voraussichtlich im Spätsommer 2012 im Steiner-Verlag (Stuttgart) erscheinen wird.