Ukrainisch im Mehrsprachigkeitskontext: Teilprojekt 1: Theoretische und didaktische Grundlagen, Teilprojekt 2: Traumatische Landschaften - Vermessung der Sprachlosigkeit
Auf einen Blick
Sprachwissenschaften
Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung
Geistes- und Sozialwissenschaften
Volkswagen Stiftung

Projektbeschreibung
Teilprojekt 2: Traumatische Landschaften – Vermessung der Sprachlosigkeit oder auf der Suche nach einer Sprache für das Unsagbare des Traumas
In Prosa, Drama und Essayistik von Irvanec‘ spielen traumatische Landschaften und Grenzräume als Kontakt- und Konfliktzonen eine konstituierende Rolle, zum Beispiel in seinen Romanen Rivne-Rovno, Očamymrja und Chvoroba Libenkrafta. Ihr gemeinsamer Nenner sind dystopische Wirklichkeitsentwürfe und Grenzüberschreitungen in Raum und Zeit. Im Zentrum des Projekts stehen individuelle und kollektive Erfahrungen des russischen Kriegs gegen die Ukraine. In Irvanec' "Kriegstagebuch“ werden die Möglichkeiten der Herstellung, Versicherung oder Zerstörung von Ordnungs- und Wertesystemen durch Sprache und damit einhergehend De- und Rekonstruktionen von Narrativen in einem selbstreflexiven Prozess schreibend erkundet. Ein Schreiben, das die traumatische Landschaft des gegenwärtigen Kriegs an den Gebrauch und Missbrauch von Sprache in medialen Diskursen rückbindet, illustriert und reflektiert, ist eine wichtige Ergänzung zur kulturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Traumaforschung, die sprachlich-kulturelle Aspekte bisher kaum behandelte. In einer anderen Perspektive bilden diese sprachlich-kulturellen Aspekte die Brücke zu sprach- und literaturdidaktischen Diskursen.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. Anka Bergmann
- Institut für Slawistik und Hungarologie
- Fachdidaktik Russisch