VA: Internationale Konferenz „Neo-Nationalismus und Religion in Europa“ in Zusammenarbeit mit EARS (European Academy on Religion and Society)

Auf einen Blick

Laufzeit
07/2018  – 09/2018
DFG-Fachsystematik

Evangelische Theologie

Förderung durch

Internationale Fachgesellschaften

Projektbeschreibung

Ziel der Konferenz ist es, die Rolle von Religion in aktuellen Trends politischer und ökonomischer Re-Nationalisierung von politischen Ordnungen und Zielsetzungen interdisziplinär zu untersuchen.
Nach einer längeren Zeit der Bemühungen, die wirtschaftliche Internationalisierung durch eine politische Transnationalisierung zumindest im globalen Nordwesten zu ergänzen, scheint der Nationalismus wieder auf der Tagesordnung zu stehen. Nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa ist eine intensive Renationalisierung von Politik und Gemeinwesen sichtbar, die eine Zurückdrängung demokratischer Mechanismen zur Steuerung der internationalen Beziehungen bedeutet – paradoxerweise im Namen der Demokratie. Religion scheint eng in solche Fragen involviert zu sein: nationalistische Führer wie Marine le Pen greifen auf religiöse Argumentation zurück, wenn sie es für richtig halten, und Parteien wie die Schweizer SVP oder die deutsche AfD betonen gerne ihren religiösen Hintergrund bei der Legitimation fremdenfeindlicher Politik. Die Konferenz wird vom neu gegründeten Berlin Institute for Public Theology im Rahmen der Bemühungen der European Academy on Religion and Society veranstaltet, die internationale Forschung und Kooperation zu religionspolitischen Themen von öffentlichem, politischem und sozialem Interesse zu fördern.

Projektleitung

Beteiligte Personen

  • Person

    Dr. Florian Höhne

    • Theologische Fakultät
    • Systematische Theologie mit Schwerpunkt Ethik und Hermeneutik