Verbesserung von Gedächtnisfunktionen bei Patienten mit leichtem kognitiven Einschränkungen durch diätetische Maßnahmen und in Kombination mit Sport und kognitivem Training - Proof of Principle und Mechanismen
Auf einen Blick
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Projektbeschreibung
Epidemiologische und tierexperimentelle Studien sowie erste kontrollierte Interventionsstudien beim Menschen legen nahe, dass sich durch Lebensstil-Veränderungen und diätetische Maßnahmen (wie Kalorien-Restriktion (CR), gezielte Nährstoffgaben, körperliche Aktivität, kognitive Stimulation) die kognitive Gesundheit im Alter erhalten und das Risiko einer Demenz verringern lässt. Die Datenlage zur Wirkung dieser Maßnahmen bei Patienten, die bereits an leichten kognitiven Einschränkungen leiden (mild cognitive impairment, MCI), ist jedoch lückenhaft. Auch die ursächlichen Mechanismen und genetische Einflussfaktoren sind noch unklar.
Wir wollen folgende Fragen beantworten:
1a) Verbessern diätetische Maßnahmen (CR, CR-Mimetika oder omega-3-Fettsäure-Gabe; über 6 Monate) die kognitiven Funktionen von MCI-Patienten, verglichen mit einer Kontrollintervention?
1b) Korrelieren die Diät-assoziierten Verbesserungen mit einer Reduzierung der Serumspiegel von Insulin und Entzündungsmarkern, einer erhöhten Ausschüttung neurotropher Faktoren und einer Zunahme der grauen und weißen Substanz in relevanten Hirnarealen?
2a) Kann eine Kombination von diätetischen Maßnahmen mit aerober körperlicher Aktivität und gezielter kognitiver Stimulation (über 6 Monate) die kognitiven Funktionen von MCIPatienten verbessern, verglichen zu diätetischen Maßnahmen alleine?
2b) Was sind die zugrundeliegenden Mechanismen, s. 1b?
3) Haben bestimmte genetische Faktoren einen Einfluss auf die Wirksamkeit dieser Maßnahmen?
Projektleitung
- Person
Prof. i. R. Dr. med. Roland Wolff
- Sportmedizin