Verbundvorhaben: Dramaturgien eines Archivs. Studioinszenierungen am „bat": Theatergeschichte(n) im neuen lnszenierungsarchiv der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin.
Auf einen Blick
Theater- und Medienwissenschaften
Germanistische Literatur-und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Projektbeschreibung
In Berlin existiert eine einzigartige Hochschulsammlung von bedeutendem kulturellem Wert: das Inszenierungsarchiv der HfS Ernst Busch (HfS). Es dokumentiert nicht nur die Geschichte einer herausragenden künstlerischen Hochschule in ihren unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten, sondern zugleich die ihres einzigartigen Stadttheaters – des Berliner Arbeiter- und Studententheaters (bat). Des Weiteren dokumentiert das Archiv entscheidende Aspekte der Kunst- und Kulturgeschichte Berlins, der DDR sowie der heutigen Bundesrepublik. Wichtige, teilweise unbekannte Abschnitte der deutschen Theatergeschichte können durch das Archiv rekonstruiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die HfS hat es sich zur Aufgabe gemacht, das bislang nicht für die Nutzung vorgesehene Inszenierungsarchiv für Forschung, Lehre und Praxis zu öffnen. Gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Akademie der Künste und museum-digital sowie in einem starken Netzwerk von
passgenauen Institutionen wird eine Ertüchtigung der Sammlung erfolgen: durch die Erschließung von exemplarischen Sammlungsteilen und einen umfangreichen Wissens- und Erfahrungstransfer.
Archivarisches und museales Knowhow wird in die HfS transferiert, die Sammlung in der bestehenden Forschungsinfrastruktur etabliert und die Kooperationsfähigkeit der HfS gesteigert. Ein künstlerisches Begleitprogramm zu mobilen Ausstellungen setzt auf die Förderung des Dialogs zwischen der HfS, ihren Netzwerkpartnern und Bürger*innen. Ein Forschungsprojekt wird Forschungslücken zur Schauspielausbildung in der DDR und zum bat als Schauplatz literarischer, performativer, kulturpolitischer Auseinandersetzungen schließen und dabei die Eignung der Hochschulsammlung zu Forschungszwecken demonstrieren. Es werden die Potenziale der Sammlung für Lehrzwecke sowie für künstlerische Arbeiten und Forschungsvorhaben ausgelotet. Am Ende steht ein nachhaltiges Nutzungskonzept für die weitere Entwicklung des Inszenierungsarchivs.