WaterPower. Kollidierende Megatrends des Globalen Wandels in einer westafrikanischen Küstenstadt
Auf einen Blick
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Projektbeschreibung
Das Vorhaben untersucht skalenübergreifende Dynamiken und multiple Krisenphänomene des globalen Wandels am Beispiel der Wasserkrise in einer schnell urbanisierenden Küstenregion West-Afrikas. Damit wird das Zusammenwirken mehrerer Megatrends des Globalen Wandels in den Mittelpunkt gerückt, deren Treiber sowohl von der stadt-regionalen Ebene (Bevölkerungswachstum und steigender Ressourcenverbrauch, Umweltdegradation) als auch von der globalen Ebene (Klimawandel) ausgehen. Eine Kollision dieser Trends kann zu einem Überschreiten der Kipppunkte – möglicherweise bereits im 21. Jahrhundert – führen. Die Gefahr besteht, dass sich sozial-ökologische Systeme dann außerhalb der Regulationsreichweite (Adaptation oder Transformation) befinden. In WaterPower soll daher folgender Frage nachgegangen werden: Kommt es zu einer Kollision multipler Megatrends des Globalen Wandels in Ghana? Ist durch die Überlagerung verschiedener globaler Megatrends – dem rasanten Bevölkerungswachstum, zunehmenden Ressourcenverbrauch und Folgen des Klimawandels – eine besondere Spezifik zu erwarten, so dass die städtische oder nationale Handlungs,- Regier- und Steuerungsfähigkeit zunehmend verloren geht? Was bedeutet dies für sozial-ökologische Entwicklungstrajektorien? Um problematische Beziehungen zwischen Stadtwachstum, Umweltdegradation, Klimawandel, mangelhafter Infrastruktur und schwachen Regulationsmechanismen zu analysieren wird die bestehende, und sich voraussichtlich verschärfende Wasserkrise exemplarisch herangezogen. An diesem Beispiel kann das Verhältnis zwischen Phänomenen des Wandels auf globaler Ebene und dem lokalen Handeln einschließlich der daraus abzuleitenden Steuerungsoptionen analysiert und konzeptualisiert werden.
Projektleitung
- Person
Prof. Dr. rer. nat. Antje Bruns
- Geographisches Institut