Wo sind all die Arbeiter geblieben? Arbeit und Beschäftigung in Ghana, 1951–2010
Auf einen Blick
Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften
Geschichtswissenschaften
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
Dieses Projekt ist eine Erweiterung des Projekts, das aus der Kombination zweier Beobachtungen entstanden ist: der historiografischen und historischen Analyse der Arbeit in Ghana.
Während der ersten Förderphase kombinierte das Projekt systematisch wirtschafts- und sozialgeschichtliche Perspektiven auf die postkoloniale Ära in Afrika, eine Periode der Arbeitsgeschichte, zu der bislang keine Langzeitstudien vorliegen. Am Beispiel Ghanas wird eine einzigartige Mischung von Ansätzen erprobt, die den systematischen Einsatz sowohl qualitativer als auch quantitativer Quellen kombiniert, aktuelle Debatten sowohl in der Arbeits- als auch in der Wirtschaftsgeschichte aufgreift und eine Reihe lokaler Studien mit einem nationalen Überblick verbindet.
Das Projekt entwickelt einen nationalen Überblick, konzentriert sich jedoch im Detail auf drei Gebiete – die Hauptstadt Accra, ein Kakaoanbaugebiet, das seit kurzem vom Kleinbergbau betroffen ist, und ein Reisanbaugebiet in der nördlichen Savannenregion –, die ausgewählt wurden, um verschiedene Aspekte der Arbeitserfahrung zu repräsentieren. Zu den untersuchten Forschungsfragen gehören die sich verändernde Größe und Zusammensetzung der Erwerbsbevölkerung, die sich wandelnde Struktur der Berufs- und Beschäftigungsformen, die Realeinkommen der Arbeitnehmer, Gewerkschaftskämpfe, die Integration in den Arbeitsmarkt, die Struktur der informellen Arbeit und des Unternehmertums, Migrationsströme und regionale Ungleichheiten sowie der Zusammenhang zwischen Armut, Prekarität und Arbeit.