ZUKO: HU-Zukunftskonzept: Männerfreundschaft. Eine Literaturgeschichte (Förderlinie Freiräume)

Auf einen Blick

Laufzeit
10/2014  – 03/2015
Förderung durch

DFG Exzellenzinitiative Zukunftskonzept

Projektbeschreibung

Das Forschungsvorhaben umfasst die schriftliche Ausarbeitung einer Monographie mit dem Titel „Männerfreundschaft. Eine Literaturgeschichte“. Die Monographie untersucht die Literaturgeschichte der Männerfreundschaft von den Anfängen bis in die Gegenwart. Die Monographie deckt die Epochen der Antike, des Mittelalters, der frühen Neuzeit und der Moderne ab und widmet sich nicht nur der deutschen, sondern auch weiteren europäischen und nordamerikanischen Literaturen. Neben literarischen werden auch philosophische Texte einbezogen (Aristoteles, Cicero, Montaigne, Blanchot). Es wurden solche Texte ausgewählt, die eine spezifische Situation behandeln wie beispielsweise den Tod eines Freundes als Anlass für den anderen Freund, über das Wesen der Freundschaft zu reflektieren. Die These lautet, dass die Gattung der Totenklage eine diskursive Lizenz für die emphatische Rede über die Männerfreundschaft darstellt. Im Weiteren geht es um die prekäre Spannung zwischen Freundschaft und Liebe, Intimität und Sexualität, die in allen literarischen und philosophischen Diskursen über die Männerfreundschaft eine zentrale Rolle spielt.