Zweite-Welt-Musik: Lateinamerika, Ostdeutschland und der Schallkreis des Sozialismus

Auf einen Blick

Laufzeit
10/2021  – 09/2027
DFG-Fachsystematik

Musikwissenschaften

Kunst-, Musik-, Theater- und Medienwissenschaften

Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften

Sozial- und Kulturanthropologie, Außereuropäische Kulturen, Judaistik und Religionswissenschaft

Ethnologie und Europäische Ethnologie

Förderung durch

DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe) DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe)

Projektbeschreibung

Während „Weltmusik! im „Westen“ in den 1980ern zu einer wichtigen musikalischen Ware wurde, hatte im Ostblock bereits eine Weltmusikpraxis entsteht, die andere Ideologien und Zirkulationsarten aufwies. Dieses Projekt untersucht den ostdeutschen Rundfunk, den künstlerischen/wissenschaftlichen Austausch, den Gesellschaftstanz und das Festival des politischen Liedes, um zu zeigen, wie der musikalische Austausch verschiedene Völker in der sozialistischen Welt miteinander verband, Klänge und Praktiken veränderte und neue kultureller Formationen schuf. Anhand von Archivrecherchen und Interviews konzentriert es sich auf den musikalischen-choreografischen Austausch, der die DDR und Kuba miteinander verband und berührt auch die Einflüsse anderer lateinamerikanischer musikalischer Sozialismen in beiden deutschen Staaten. Sie liefert ein konkretes Beispiel für die Eigendarstellung der Zweiten Welt als internationale politisch-künstlerische Bewegung und für den Einfluss ihrer kulturellen Ströme.

Beteiligte Einrichtungen