Zweite-Welt-Musik: Lateinamerika, Ostdeutschland und der Schallkreis des Sozialismus
Auf einen Blick
Musikwissenschaften
Kunst-, Musik-, Theater- und Medienwissenschaften
Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften
Sozial- und Kulturanthropologie, Außereuropäische Kulturen, Judaistik und Religionswissenschaft
Ethnologie und Europäische Ethnologie
DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe)
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Projektbeschreibung
Während „Weltmusik! im „Westen“ in den 1980ern zu einer wichtigen musikalischen Ware wurde, hatte im Ostblock bereits eine Weltmusikpraxis entsteht, die andere Ideologien und Zirkulationsarten aufwies. Dieses Projekt untersucht den ostdeutschen Rundfunk, den künstlerischen/wissenschaftlichen Austausch, den Gesellschaftstanz und das Festival des politischen Liedes, um zu zeigen, wie der musikalische Austausch verschiedene Völker in der sozialistischen Welt miteinander verband, Klänge und Praktiken veränderte und neue kultureller Formationen schuf. Anhand von Archivrecherchen und Interviews konzentriert es sich auf den musikalischen-choreografischen Austausch, der die DDR und Kuba miteinander verband und berührt auch die Einflüsse anderer lateinamerikanischer musikalischer Sozialismen in beiden deutschen Staaten. Sie liefert ein konkretes Beispiel für die Eigendarstellung der Zweiten Welt als internationale politisch-künstlerische Bewegung und für den Einfluss ihrer kulturellen Ströme.
Beteiligte Einrichtungen
Institut für Musikwissenschaft
Anschrift
Institutsgebäude, Am Kupfergraben 5, 10117 BerlinAllgemeiner KontaktTel.: +49 30 2093-65800