Tierschutz an der Humboldt-Universität

Tierversuche leisten aktuell noch einen wichtigen Beitrag zum Verständnis biologischer Zusammenhänge und zur Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze für den Menschen. Gleichzeitig sind Wissenschaftler*innen verpflichtet, Tierversuche, wann immer möglich, durch alternative Methoden zu ersetzen und die Weiterentwicklung solcher Verfahren aktiv voranzutreiben.

Dem Tierwohl gerecht werden

Forschende, Tierpflegende und Tierärzt*innen setzen sich kontinuierlich dafür ein, den Schutz und das Wohlergehen der Tiere sowohl während der Versuche als auch in der Haltung weiter zu optimieren. Bei ihrer Tätigkeit werden die Wissenschaftler*innen von weisungsunabhängigen Tierschutzbeauftragten unterstützt und beraten. Diese überwachen zugleich das Wohlergehen der Tiere sowie die Einhaltung aller geltenden Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben. Ergänzend dazu begleitet ein regelmäßig zusammentretender Tierschutzausschuss die Arbeit der Tierschutzbeauftragten und trägt zur Kontrolle und Verbesserung des Tierwohls bei.

Transparente Tierversuche

Tierexperimentelle Forschung erfordert Transparenz und ethische Verantwortung. Da alternative Forschungsmethoden Tierversuche bislang nicht vollständig ersetzen können, orientiert sich die Humboldt-Universität zu Berlin konsequent am 3R-Prinzip. Als Mitglied der Initiative Transparente Tierversuche und durch eigene Richtlinien fördert sie den offenen Dialog sowie eine fundierte Meinungsbildung.

Transparente Tierversuche

Tierexperimentelle Forschung erfordert Transparenz und ethische Verantwortung. Da alternative Forschungsmethoden Tierversuche bislang nicht vollständig ersetzen können, orientiert sich die Humboldt-Universität zu Berlin konsequent am 3R-Prinzip. Als Mitglied der Initiative Transparente Tierversuche und durch eigene Richtlinien fördert sie den offenen Dialog sowie eine fundierte Meinungsbildung.

Initiative Transparente Tierversuche

Die Initiative Transparente Tierversuche zielt darauf ab, die transparente und offene Diskussion zur Forschung mit Tieren weiter voranzutreiben. Die Initiative richtet sich zum einen an akademische Institutionen und forschende Industrie mit der Aufforderung, sich der Initiative anzuschließen. Zum anderen möchte die Initiative die Öffentlichkeit ermutigen und einladen, die Informationsangebote der Institutionen und Unternehmen wahrzunehmen. Die Humboldt-Universität zu Berlin ist seit 2021 Mitglied der Initiative.

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Ziele der Inititative

Die Humboldt-Universität ist Mitglied der „Initiative Transparente Tierversuche“, die darauf abzielt, die transparente und offene Diskussion zur Forschung mit Tieren weiter voranzutreiben. In einer Präambel wird diese Motivation festgehalten und durch vier Ziele konkretisiert.

Die Initiative stellt der Öffentlichkeit breite, zielgruppengerecht aufbereitete, verständliche und leicht zugängliche Informationen über Tierversuche in der Forschung zur Verfügung.

Die unterzeichnende Einrichtung/Organisation stellt Informationen zur Verfügung, wann, wie und warum Tiere in ihrer/der von ihr geförderten Forschung verwendet werden. Zielsetzungen, Rahmenbedingungen und Ergebnisse der Forschungsarbeiten sowie die mit diesen Arbeiten verbundenen Belastungen der Versuchstiere werden in allgemeinverständlicher Weise erläutert.

Die Initiative bringt sich proaktiv und dialogbereit in die öffentliche Berichterstattung und in den gesellschaftlichen Diskurs über tierexperimentelle Forschung ein.

Die Einrichtung/Organisation bekennt sich zu ihrer Verantwortung für eine offene und proaktive Kommunikation nach innen und nach außen. Sie berichtet in ihrer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zu Forschungsthemen über den Einsatz von Tieren und fördert den Austausch mit der Öffentlichkeit durch geeignete Informations- und Diskussionsformate auf passenden Kanälen und Plattformen.

Die Initiative sieht die Kommunikation als gemeinsame Aufgabe an. Die Akteure unterstützen sich dabei gegenseitig.

Die aktive Kommunikation ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Akteure. Sie basiert auf der Zusammenarbeit, der gegenseitigen Unterstützung sowie dem regelmäßigen Erfahrungsaustausch.

Die Initiative stellt die Maßnahmen zur Förderung der transparenten Information und offenen Kommunikation über Tierversuche in der Forschung gut zugänglich und aktuell auf den Kommunikationskanälen der Einrichtung/Organisation öffentlich zur Verfügung.

Die Einrichtung/Organisation präsentiert ihre Aktivitäten und Bemühungen zur Förderung transparenter und offener Kommunikation öffentlich auf den eigenen Kommunikationskanälen (z.B. Internetseiten, soziale Medien, öffentliche Publikationen). Diese Informationen sind leicht zu finden und aktuell.

Strukturen und Ansprechpartner*innen an der HU

Die Tierschutzbeauftragten

Die Tierschutzbeauftragten übernehmen vor Ort organisatorische und administrative Aufgaben im Bereich des Tierschutzes (Paragraph 10 Tierschutzgesetz im Vergleich mit Paragraph 5 bzw. 6 Tierschutz-Versuchstierverordnung). Sie unterstützen Forschende bei tierschutzrelevanten Fragen sowie bei der Planung und Durchführung tierexperimenteller Vorhaben, achten auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (Paragraph 5 Tierschutz-Versuchstierverordnung) und fördern die Umsetzung des 3R-Prinzips. Darüber hinaus beraten sie zu Zucht, Haltung, Unterbringung und Pflege von Tieren sowie zu Tiergesundheit, Hygiene sowie In- und Export.

Aufgaben des Tierschutzausschusses

Der Tierschutzausschuss der Humboldt-Universität zu Berlin setzt sich aus den für Haltung und Pflege der Tiere zuständigen Personen, Wissenschaftler*innen, die Tierversuche durchführen, sowie den Tierschutzbeauftragten zusammen (Paragraph 6 Tierschutz-Versuchstierverordnung). Zu seinen Aufgaben gehört es unter anderem, interne Verfahren und Maßnahmen zur Überwachung und Verbesserung des Tierwohls festzulegen und deren Umsetzung zu kontrollieren. Darüber hinaus begleitet der Ausschuss den Verlauf von Tierversuchen und achtet dabei besonders auf mögliche Auswirkungen auf das Tierwohl.