
Da Fächer unterschiedliche Lehr-, Lern- und Prüfungsformen sowie Kompetenzprofile aufweisen, müssen Fragen der Qualität auch im jeweiligen fachlichen Kontext reflektiert werden. Die Humboldt-Universität nutzt dafür auf Institutsebene Qualitätszirkel (QM-Zirkel) als strukturierte Form des Qualitätsdialogs, die zugleich getragen sind vom Zusammenspiel der universitären Ebenen. Stärken werden sichtbar gemacht, Entwicklungspotenziale identifiziert und gemeinsam konkrete Maßnahmen der Qualitätsentwicklung vereinbart.
Die QM-Zirkel bieten die Möglichkeit der flexiblen Ausgestaltung, um an die jeweiligen Gegebenheiten und Bedarfe der Institute und Fakultäten anzuknüpfen.
QM-Zirkel 1: der offene Qualitätsdialog
- Turnus: Mindestens alle 2 Jahre, idealerweise jährlich
- Teilnehmende: Alle Statusgruppen eines Instituts (Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende), ggf. Beteiligung des Studiendekanats
- Fokus: Offener Austausch zu aktuellen Themen, strukturellen Fragen oder spezifischen Herausforderungen
- Ergebnis: Konkrete Maßnahmen der Qualitätsentwicklung
Der QM-Zirkel 1 schafft einen Raum für partizipativen Austausch, in dem alle Mitglieder eines Instituts ihre Perspektiven einbringen können. Die dort verabredeten Maßnahmen der Qualitätsentwicklung werden im Folgejahr auf ihren Umsetzungsstand hin überprüft.
QM-Zirkel 2: der stärker datenbasierte Qualitätsdialog
- Turnus: Alle 3 Jahre
- Teilnehmende: Zusätzlich zu den Beteiligten des QM-Zirkels 1 sind das Studiendekanat der jeweiligen Fakultät, die Stabsstelle Qualitätsmanagement, der/die Vizepräsident*in für Lehre und Studium sowie bei Lehramtsstudiengängen die Professional School of Education vertreten
- Fokus: Datenbasierte Diskussion der Situation in Lehre und Studium anhand von Auswertungen der Stabsstelle QM sowie des Leitbilds Lehre
- Ergebnis: Konkrete Maßnahmen der Qualitätsentwicklung
Der QM-Zirkel 2 baut auf den umfangreichen Analysen der Stabsstelle Qualitätsmanagement auf und ermöglicht eine evidenzbasierte Diskussion der Qualität von Studium und Lehre. Grundlage sind studiengangsspezifische Auswertungen des Studienverlaufsmonitoring, der Studierendenbefragung, der Absolvent*innenbefragung sowie weiterer Instrumente.
Gemeinsam bilden die beiden QM-Zirkeltypen einen kontinuierlichen Zyklus der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung, der durch externe Begutachtungen im Rahmen der Programmakkreditierung ergänzt wird.