Das Projekt „Qualitätsentwicklung Stärken“

Ziel des Projekts ist die Umsetzung der Empfehlungen zur Arbeitsgruppe Qualitätsmanagement und Akkreditierung zur Weiterentwicklung der Qualität von Lehre und Studium. 

Projektvorhaben und Handlungsfelder

Die Humboldt-Universität zu Berlin hat zum Jahresbeginn 2026 das Projekt „Qualitätsentwicklung Stärken“ begonnen. Ziel ist die Umsetzung der Empfehlungen der vom Vizepräsidenten für Lehre und Studium eingesetzten Arbeitsgruppe Qualitätsmanagement und Akkreditierung zur Weiterentwicklung der Qualität von Lehre und Studium. Der Akademische Senat hat im Oktober 2025 deren Umsetzung befürwortet.

Das Projekt konzentriert sich auf vier zentrale Handlungsfelder und wird von der Stabsstelle Qualitätsmanagement koordiniert.

Die vier Handlungsfelder sind:

  1. Datenbasiertes Qualitätsmanagement: Hierbei wird die Nutzung von Verwaltungs- und Befragungsdaten optimiert, u.a. durch weiter entwickelte Berichtsformate und bessere Datenzugänglichkeit. Damit soll die Grundlage für evidenzbasierte Zugänge im Qualitätsmanagement weiter verbessert werden.
  2. Hochschuldidaktische Angebote und Unterstützungsspielräume: Bestehende Angebote für Lehrende werden sichtbarer und besser auffindbar gemacht. Gleichzeitig werden Freiräume für deren Nutzung geschaffen, um die kontinuierliche Förderung von Lehrqualität und Lernkultur zu stärken. 
  3. Lehrveranstaltungsevaluation: Der Umgang mit Evaluationsergebnissen soll auf allen Ebenen verbessert werden. Transparenz über den Evaluationsprozess wird erhöht, und neue Unterstützungsangebote für Lehrende und Studierende werden entwickelt.
  4. Qualitätsdiskurs und Qualitätsentwicklung: HU-weit werden zwei sich ergänzende Qualitätsmanagement-Zirkel auf Institutsebene eingeführt. Diese dialog- und evidenzbasiert orientierten Instrumente ergänzen das bestehende Programmakkreditierungsverfahren.

Vorhaben und Projektphasen

Die Pilot- und Auftaktphase des Projekts läuft von Januar bis Ende September 2026. Ein Schwerpunkt liegt auf der Einführung der QM-Zirkel, die HU-weit bekannt gemacht und an Instituten verschiedener Fakultäten durchgeführt werden. Begleitend wird Material zur Unterstützung erstellt und eine Dokumentation der Ergebnisse angelegt. Innerhalb der nächsten 3-4 Jahre sollen die QM-Zirkel in jedem Institut etabliert und integraler Bestandteil der Qualitätsentwicklung aller Studiengänge werden. Auch in den anderen drei Handlungsfeldern werden im Sommersemester 2026 erste zentrale Schritte umgesetzt, mit einem Fokus auf die Herstellung von Transparenz über bestehende Angebote und deren erleichterte Nutzung.

Zur Begleitung der Prozesse und zur zukünftigen Zusammenführung der Qualitätsdiskurse an der HU wird ein Koordinationsrat Qualität in Studium und Lehre (KoRa QSL) eingesetzt.

AG Qualitätsmanagement und Akkreditierung

Die AG Qualitätsmanagement und Akkreditierung war 2024 vom Vizepräsidenten für Lehre und Studium eingesetzt worden, um ein Konzept für die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements zu erarbeiten. Ihr Hauptzweck war es, Antworten auf zwei zentrale Fragen zu finden: (1) wie können die internen, regelhaften Qualitätsentwicklungsverfahren auf den verschiedenen Ebenen der Universität weiterentwickelt werden, um wirksamer auf die Herausforderungen in Lehre und Studium zu reagieren? (2) welche Rolle soll die Akkreditierung im zukünftigen Qualitätsmanagement der HU spielen – soll die Universität einen anderen Weg als den der bisher praktizierten Programmakkreditierung einschlagen?

Die AG setzte sich aus Vertreter*innen verschiedener Statusgruppen und Bereichen der Universität zusammen. Beteiligt waren Referent*innen aus den Studiendekanaten der Fakultäten, Lehrende aus verschiedenen Fakultäten, Mitglieder des Referent*innenrats, der LSK-Vorstand des Akademischen Senats, Mitglieder der Professional School of Education (PSE), sowie Vertreter*innen des Vizepräsidiums für Lehre und Studium und der Stabsstelle Qualitätsmanagement. 

Im Mai 2025 legte die AG ihren Bericht vor, in dem sie die oben genannten vier Handlungsfelder identifizierte bei vorerst gleichzeitiger Beibehaltung des bewährten Weges der Programmakkreditierung. Diese Empfehlungen wurden vom Akademischen Senat im Oktober 2025 befürwortet und bilden nun die Grundlage für das Projekt „Qualitätsentwicklung Stärken“.