Berliner Universität, Friedrich-Wilhelms-Universität,
Humboldt-Universität, Universität Unter den Linden - die 1810 von
Wilhelm von Humboldt gegründete Universität stand und steht - auch mit
wechselnden Namen - stets im Fokus der Geschichte: Zur Stärkung der
preußischen Moral im Widerstand gegen Napoleon aufgebaut, bestand sie
auch im Nationalsozialismus, zu DDR- und Wendezeiten fort und
präsentiert sich heute, zum 200-jährigen Bestehen, als das moderne
Original.
Aus Anlass des Jubiläums hat Carola Veit, Mitarbeiterin am
Institut für Romanistik der HU, einen akustischen Spaziergang über die
drei Campusbereiche der ältesten Berliner Universität - Nord, Mitte und Adlershof
- unternommen und vielfältige Spuren entdeckt, die sich unter dem Dach
der Humboldt-Universität verbergen.
Das bunte Porträt über die Humboldt-Universität wird in der Radiosendung Kulturtermin im rbb Kulturradio zu hören sein.
Carola Veit stellt darin das älteste Gebäude der Universität vor, das
Anatomische Theater von Carl Gotthard Langhans, in dessen Hörsaal einst
Pferdekadaver für die Preußische Kavallerie seziert wurden. Sie lauscht
den Liebesrufen der Knoblauchkröte im Tierstimmenarchiv im
Naturkundemuseum, wo 1951 die Verhaltensforschung begründet wurde,
besucht die pathologische Sammlung des sozialreformerischen Rudolf
Virchow an der Charité, beleuchtet Forschung und Flucht Lise Meitners,
die neue Grimm-Bibliothek im Zeichen von Exzellenz und Qualität, das
Hauptgebäude mit Antikensammlung, dessen Westflügel 1912 als Ergebnis
von Berufungsverhandlungen des Archäologen Georg Löschke gebaut wurde,
den Ort der Bücherverbrennung - den Bebelplatz und schließlich
Adlershof, wo DDR-Forschung und Standortentwicklung zu Wendezeiten
kollidierten.
WEITERE INFORMATIONEN
Carola VeitHumboldt-Universität zu Berlin
Institut für Romanistik
Tel. 030 2093- 5118
E-Mail: carola.veit☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜sprachen.hu-berlin☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de