Christoph Markschies in den Orden Pour le mérite aufgenommen

Auf seiner öffentlichen Sitzung am 31. Mai nahm der Orden Pour le mérite den Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Akademienunion und HU-Professor Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Christoph Markschies in seine Reihen auf.

Die Zuwahl in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste zählt zu den höchsten Auszeichnungen für Wissenschaftler*innen und Künstler*innen in Deutschland. Zusätzlich wurde Christoph Markschies für sein herausragendes Wirken von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Zur Person

Christoph Markschies, seit 2020 Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, seit 2022 Präsident der Akademienunion, ist Professor für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität. Er studierte Theologie, Klassische Philologie und Philosophie an den Universitäten Marburg, München und Tübingen sowie an der Dormitio-Abtei in Jerusalem und promovierte und habilitierte sich an der Universität Tübingen. Von 2006 bis 2010 war er Präsident der HU.

Christoph Markschies ist Mitglied in sechs Akademien der Wissenschaften sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten. Er war Fellow an mehreren Institutes for Advanced Study. Seit 2024 ist er Distinguished Fellow der Hebräischen Universität. Er erhielt u. a. den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und ist mit drei Ehrendoktoraten ausgezeichnet worden.

Orden Pour le mérite 

Die Vereinigung wurde 1842 von Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. gegründet. Erster Kanzler war der Naturforscher Alexander von Humboldt. 1952 wurde der Orden von Bundespräsident Theodor Heuss fortgesetzt und steht seither unter dem Protektorat des Bundespräsidenten. Der Staatsminister für Kultur und Medien betreut den Orden organisatorisch. Dem Orden gehören 36 inländische und 37 ausländische Mitglieder an, darunter 17 Nobelpreisträger*innen. Neben Christoph Markschies wurden im vergangenen Herbst die Meeresbiologin Prof. Dr. Antje Boetius, der Liedermacher und Lyriker Wolf Biermann als inländische Mitglieder in den Orden gewählt. Zusammen mit dem französischen Kunsthistoriker und Philosophen Prof. Georges Didi-Huberman, dem Schweizer Chemiker Prof. Dr. Michael Grätzel, dem ungarischen Schriftsteller Péter Nádas, der israelischen Arabistin Prof. Dr. Sarah Stroumsa und dem Mediziner Prof. Dr. Uǧur Şahin wurden sie feierlich als neue Mitglieder begrüßt.

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