Generalversammlung in Belgrad: Julia von Blumenthal als Circle U.-Präsidentin wiedergewählt

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International
Die Circle U.-Generalversammlung hat HU-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal erneut zur Präsidentin der europäischen Hochschulallianz gewählt. Beim Treffen an der Universität Belgrad ging es auch um die angespannte politische Lage in Serbien.

Die Generalversammlung, das höchste Entscheidungsgremium von Circle U., beschloss die Wiederwahl am 26. Mai. Das Mandat der Allianzpräsidentin läuft bis August 2027, ihr Vizepräsident ist der Rektor der Università di Pisa, Prof. Dr. Riccardo Zucchi. Bereits am Vortag waren die Rektor*innen und Präsident*innen der neun Mitgliedsuniversitäten zusammengekommen, um über Strategien für einen Folgeantrag zur EU-Förderung von Circle U. ab November 2027 zu beraten.

Zur Bestätigung im Amt sagte von Blumenthal: „Ich freue mich, dass unsere europäischen Partner mir für die bevorstehende Übergangsphase von Circle U. erneut ihr Vertrauen ausgesprochen haben. In den kommenden Monaten wird es darum gehen, unsere Allianz für die langfristige Zusammenarbeit gut aufzustellen. Die Gespräche in Belgrad haben noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig Austausch und Solidarität unter europäischen Hochschulen sind.“ 

Unterstützung für serbische Partner-Universität 

Neben strategischen Fragen der Allianz prägte auch die politische Lage in Serbien die Gespräche rund um die Generalversammlung. Seit mehr als einem Jahr protestieren vor allem Studierende an serbischen Hochschulen gegen Korruption und für rechtsstaatliche Reformen. Die Universität Belgrad hat sich dabei öffentlich mit den Protesten solidarisiert und ist zu einem zentralen Ort der Bewegung geworden. In der Folge steht die Hochschule unter erheblichem politischem Druck. Die Situation stellt auch die Wissenschaftsfreiheit im Land in Frage.

Circle U. hat sich in diesem Zusammenhang solidarisch an die Seite der Partneruniversität gestellt. Auch das Präsidium der HU hat das Vorgehen der serbischen Regierung gegenüber der Universität Belgrad bereits öffentlich kritisiert und sich mit der Hochschulgemeinschaft solidarisiert. Am Rande des Treffens in Belgrad fanden Gespräche mit dem Botschafter der Europäischen Union sowie mit Botschafter*innen mehrerer europäischer Länder statt. Außerdem nahmen die HU- und Circle U.-Präsidentin und der Generalsekretär der Allianz an einem Podium mit dem Titel „Universities under Pressure: Academic Freedom, Democracy and European Solidarity“ teil.

Europäische Hochschulallianz Circle U.

Circle U. ist Teil der „European Universities initiative“ der Europäischen Kommission und wird seit Herbst 2020 gefördert. Ziel ist es, die Stärken renommierter europäischer Hochschulen zu bündeln und durch gemeinsame Strukturen innovative europäische Lehr- und Lernangebote zu machen. Damit will die Initiative nicht zuletzt europäische Werte und Zusammenarbeit stärken. Zu Circle U. gehören neben der Humboldt-Universität die Aarhus University, die University of Belgrade, das King’s College London, die University of Oslo, die Université Paris Cité, die Università di Pisa, die Universität Wien und die Université Catholique de Louvain.

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