Das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) wird seit 1999 in Kooperation mit den Berliner Universitäten durchgeführt und von der Humboldt-Universität administrativ betreut. Es richtet sich an engagierte, politisch interessierte Hochschulabsolvent*innen aus 50 verschiedenen Ländern, die die demokratische Zukunft ihrer Gesellschaften aktiv mitgestalten möchten.
Die Bundestagsverwaltung realisiert das Programm in enger Zusammenarbeit mit der HU. So nehmen Mitglieder der Präsidien der Humboldt-Universität, Freien Universität und Technischen Universität gemeinsam mit der Bundestagsverwaltung und Abgeordneten an Auswahlgesprächen teil, um die Stipendiat*innen für das jeweils kommende Jahr auszuwählen.
Programm und Ablauf
Den Teilnehmenden werden in einem sechswöchigen Theorieprogramm folgende Themen vermittelt: „Parlamentarische Demokratie in Deutschland“, „Plurale Gesellschaft, Minderheitenschutz“, „Medienlandschaft in Deutschland“ und „Erinnerungskultur“. Zentraler Bestandteil des Programms ist ein dreimonatiges Praktikum in einem Abgeordnetenbüro des Deutschen Bundestages. Ergänzt wird es durch Einblicke in die Berliner Universitätslandschaft, Studienreisen innerhalb Deutschlands, Wahlkreisbesuche sowie begleitende Vorlesungen.
Während ihres Aufenthalts von März bis Ende Juli sind die Stipendiat*innen an der Humboldt-Universität immatrikuliert und können Lehrveranstaltungen besuchen. Beim jährlich an der HU stattfindenden „Tag der Universitäten“ lernen sie die drei großen Berliner Hochschulen kennen.
Teilnehmende und Finanzierung
Maximal können 120 junge Menschen pro Jahr gefördert werden. Die Teilnehmenden kommen in diesem Jahr unter anderem aus Georgien, Ägypten, Kolumbien, Frankreich, Tschechien, Albanien, Serbien, Usbekistan und Polen und gewinnen während ihres Aufenthalts umfassende Einblicke in den parlamentarischen Alltag in Deutschland.
Der Vertrag zwischen der Humboldt-Universität und dem Deutschen Bundestag umfasst die Stipendien, Unterkünfte und Studienreisen sowie Stellen in der Abteilung Internationales der Humboldt-Universität.
