Juristischer Weltkongress tagt an der Humboldt-Universität zu Berlin

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Pressemitteilung
International
Vom 28. September bis zum 2. Oktober treffen sich Jurist*innen aus der ganzen Welt an der HU. Der Kongress vereint sämtliche Rechtsgebiete und diskutiert neben wissenschaftlichen Fachfragen auch Themen von gesamtgesellschaftlicher Relevanz.

Der Generalkongress der Académie internationale de droit comparé / International Academy of Comparative Law findet alle vier Jahre statt – zuletzt tagte er 1962 in Deutschland. 2026 ist die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) die Gastgeberin. Zu dem fünftägigen Kongress werden rund 600 Jurist*innen aus aller Welt erwartet. Die Tagung ist weltweit das einzige aus der Rechtswissenschaft heraus organisierte interdisziplinäre Forum, das sämtliche Rechtsgebiete in vergleichender Perspektive vereint, und nicht nur wissenschaftliche, sondern auch breitere gesellschaftliche Diskurse zum Thema macht.

Umfangreiches Programm zu klassischen Themen und aktuellen Debatten

Das Programm jedes Generalkongresses umfasst etwa 30 bis 35 Themen zu den wesentlichen Rechtsdisziplinen. Neben „Klassikern“ wie vertragsrechtlichen Fragen oder der Rolle von Trusts - juristischer Rechtsgebilde aus dem angelsächsischen Common Law - liegt beim diesjährigen Generalkongress ein Fokus auf drängenden Themen unserer Zeit wie etwa Digitalisierung, Widerstandsfähigkeit der Demokratie oder Nachhaltigkeit.

Ein Schwerpunkt des Kongresses ist die Frage der Ausbildung von Jurist*innen an Universitäten angesichts einer tiefgreifenden Pluralisierung des Rechts. Dazu werden Dekan*innen juristischer Fakultäten aus Asien und Europa sowie aus Nord- und Süd-Amerika unter dem Motto „Steering Legal Education in a Pluralistic World“ diskutieren (Montag, 28. September, 16:30 bis 18 Uhr).

Zu den Höhepunkten gehört die Veranstaltung „Regional Courts, National Courts, Supranational Courts – Global Questions and Responsibilities“ zum Abschluss des Kongresses. Hier widmen sich Vertreter*innen der höchsten deutschen und europäischen Gerichte sowie eine Rechtswissenschaftlerin, die die Rechtsprechung am African Court on Human and People’s Rights erforscht, der Frage, welche Rolle und Verantwortung diese Gerichte in zunehmend unter Druck stehenden Demokratien übernehmen (Freitag, 28. September, 12 bis 13:30 Uhr).

Auf einen Blick

  • Wann: Montag, 28. September 2026 
    bis Freitag, 2. Oktober
  • Wo: Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin; Juristische Fakultät der HU, Bebelplatz 2, 10117 Berlin; Universitätsgebäude am Hegelplatz, Dorotheenstraße 24, 10117 Berlin
  • Anmeldung und Programm: Eine Anmeldung ist jederzeit möglich, auch noch während des Kongresses. Details zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf der Kongress-Website.

Journalist*innen, die an einer oder mehreren Veranstaltungen teilnehmen möchten, melden sich bitte unter folgender E-Mail-Adresse:iacl2026☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜hu-berlin☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de.

Nach mehr als einem halben Jahrhundert tagt der Kongress wieder in Deutschland

Der Generalkongress der Académie internationale de droit comparé / International Academy of Comparative Law, der alle vier Jahre stattfindet, tagte das erste Mal im Jahr 1932 in Den Haag, Niederlande. Vor 64 Jahren fand er zuletzt an einer deutschen Universität statt. Damals, im Jahr 1962, war die Universität Hamburg Veranstalterin. Organisator in diesem Jahr sind Professor Dr. Stefan Grundmann und sein Team von der Juristischen Fakultät der HU.

Über die Académie internationale de droit comparé / International Academy of Comparative Law

Die Académie internationale de droit comparé / International Academy of Comparative Law (AIDC/IACL) wurde 1924 in Den Haag mit der Mission gegründet, das Rechtsverständnis zu bereichern, Reformen zu unterstützen und die Beziehungen zwischen den Völkern durch das Recht zu stärken. Heute zählt die Akademie mehr als siebenhundert Mitglieder, die über nationale Komitees und internationale Kongresse zusammenarbeiten. Die daraus resultierenden Veröffentlichungen bieten einen umfassenden Überblick über die weltweiten rechtlichen Entwicklungen und machen die Akademie zu einem unverzichtbaren Bezugspunkt für vergleichende Rechtswissenschaft. 

Themen:
Gesellschaftliches Zusammenleben
Digitalisierung und KI