Vom 1. bis zum 4. September findet die literaturwissenschaftliche Tagung “Disséquer & guérir. Violences dans les littératures congolaises – Sezieren und Heilen. Gewalt in kongolesischen Literaturen“ im Rahmen eines gemeinsamen DFG-Projekts von Romanistik und Afrikawissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) statt. Die Geschichte der heutigen Demokratischen Republik Kongo (DRK) ist seit langem von extremen Formen der Gewalt geprägt – vom Versklavungshandel über Kolonialismus, postkoloniale Diktatur bis zu den sogenannten ‚Kongokriegen‘. Die Tagung fragt nach dem Beitrag von Literatur zur Analyse der Gewalt und zu möglichen Ansätzen von Resilienz, Reparation und Heilung. Begleitet wird sie von mehreren öffentlichen Lesungen. Insgesamt nehmen sechs Autor*innen aus der DRK und ihrer Diaspora daran teil.
Öffentliche Lesung im Senatssaal am 2. September
Am 2. September findet von 19 bis 21 Uhr eine simultan ins Deutsche und Französische gedolmetschte öffentliche Lesung mit dem renommierten kongolesisch-österreichischen Autor Fiston Mwanza Mujila und der jungen Nachwuchsautorin Nadège Kusanika aus der kongolesischen Diaspora in Deutschland im Senatssaal der HU, Unter den Linden 6, Berlin-Mitte statt. Neben Gedichten und Romanauszügen werden sie über die Verarbeitung von Gewalt in der Literatur sprechen und über das Schreiben in und zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen.
Der Eintritt zur Lesung ist frei und ohne Voranmeldung möglich.
