Literaturgespräch mit zeitgenössischen Autor*innen aus Irland

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Am 18. März findet an der Humboldt-Universität unter dem Titel „Writing the World, Writing the Island: Irish Writers in Conversation“ ein Gespräch mit preisgekrönten irischen Schriftsteller*innen statt, darunter auch Booker-Prize-Gewinner Paul Lynch.

Irische Literatur steht in der Tradition weltbekannter Autoren wie James Joyce, Oscar Wilde und Samuel Beckett und auch zeitgenössische Schriftsteller*innen schaffen Werke von internationalem Renommée. Doch was zeichnet die gegenwärtige Literatur aus dem Inselstaat Irland aus? Welche Ideen, Stile und Schauplätze beschäftigen irische Schriftsteller*innen heute? Welche Themen finden beim Publikum Anklang? Und macht es einen Unterschied, Ir*in zu sein? 

Diese und weitere Fragen werden anlässlich des irischen St. Patrick’s Day in einem Literaturgespräch am 18. März im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) diskutiert. Zu den Gästen zählen Booker-Prize-Gewinner Paul Lynch sowie die vielfach ausgezeichneten Autor*innen Christine Dwyer Hickey, Rónán Hession, Martin Doyle und Tadhg Mac Dhonnagáin. Moderiert wird die Gesprächsrunde von Gesa Stedman, Professorin für britische Kultur und Literatur an der HU, und Kate Ferguson, Journalistin und Moderatorin bei der Deutschen Welle.

Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Großbritannienzentrum an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Botschaft von Irland in Deutschland und Literature Ireland organisiert. 

Über die Schriftsteller*innen

Paul Lynch ist ein vielfach preisgekrönter Autor von fünf Romanen. Sein jüngster Roman „Prophet Song“ war ein internationaler Bestseller und wurde unter anderem mit dem Booker Prize 2023 und dem Dayton Literary Peace Prize ausgezeichnet. Lynch hat zahlreiche Literaturpreise erhalten, darunter den Kerry Group Irish Novel of the Year, den französischen Prix Libr’à Nous und den Prix des Libraires für den besten ausländischen Roman. 2025 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Limerick und wurde vom französischen Kulturministerium zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt. Seine Belletristik wurde in über 40 Sprachen übersetzt.

Christine Dwyer Hickey ist eine Romanautorin, Kurzgeschichtenschreiberin und Dramatikerin. Ihr jüngster Roman, „Our London Lives“ (Alle unsere Leben, Unionsverlag 2025), wurde bei den An Post Irish Book Awards 2024 für den Irish Novel of the Year nominiert. Ihr Roman „The Narrow Land“ (Schmales Land) wurde 2022 vom Unionsverlag auf Deutsch veröffentlicht. Dwyer hat mehrere bedeutende Preise gewonnen, darunter den renommierten Walter Scott Prize for Historical Fiction. Literature Ireland hat die Übersetzung von Dwyers Werken in Deutsch und andere europäische Sprachen unterstützt.

Rónán Hession ist Schriftsteller und Musiker. Sein Debütroman „Leonard and Hungry Paul“ (2019) schaffte es in die engere Auswahl für den Kerry Group Irish Novel of the Year, den An Post Irish Book Award, den British Book Award und den Dalkey Literary Prize sowie auf die Longlist für den Republic of Consciousness Prize. Der Roman erschien 2023 auf Deutsch unter dem Titel „Leonard und Paul“ und wurde zu einem Überraschungsbestseller. 2025 wurde er zu einer BBC-Serie adaptiert, mit Alex Lawther in der Hauptrolle und Julia Roberts als Erzählerin. Hessions neuester Roman „Ghost Mountain“ erschien 2024 im Blessing Verlag. Literature Ireland hat die Übersetzung von seinen Werken in viele Sprachen unterstützt, darunter auch Deutsch.

Martin Doyle ist Buchredakteur bei The Irish Times, wo er seit 2007 tätig ist. Zuvor war er Redakteur bei The Irish Post in London und arbeitete auch bei The Times in London. Im Jahr 2023 erschien seine Autobiografie „Dirty Linen: The Troubles in My Own Place“ und wurde anschließend für den Sachbuchpreis bei den An Post Irish Book Awards 2023 nominiert. Eine Sammlung seiner Interviews, „A Hosting: Interviews with Irish Writers 1991-2025“, erscheint in Kürze bei Lilliput Press.

Tadhg Mac Dhonnágain ist Schriftsteller, Musiker und Verleger und arbeitet hauptsächlich in irischer Sprache. Sein Roman „Madame Lazare“ wurde bei den An Post Irish Book Awards 2021 zum irischsprachigen Buch des Jahres gekürt. Im Jahr 2022 nominierte Literature Ireland das Buch für den Literaturpreis der Europäischen Union, wo es eine besondere Erwähnung erhielt. Literature Ireland hat die Übersetzung von „Madame Lazare“ ins Serbische und Estnische und zuletzt ins Deutsche (Kröner Verlag, 2026) unterstützt. 

Auf einen Blick

  • Was:  „Writing the World, Writing the Island: Irish Writers in Conversation“ 
  • Wann:  Donnerstag, 18. März 2026, 18 bis 20 Uhr 
  • Wo: Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal der HU, Unter den Linden 6,
    10117 Berlin 

Die Veranstaltungssprache ist Englisch, Fragen können auch auf Deutsch gestellt werden. Um Anmeldung unter events.gbz☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜hu-berlin☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de wird gebeten.

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Themen:
Kultur