Die Initiative „Students for Future“ hat bundesweit vom 25. bis 29. November 2019 zu einer Klimastreikwoche an allen Hochschulen aufgerufen, um im hochschulöffentlichen Raum Themen des Klimawandels und der Nachhaltigkeit zu behandeln. Auch an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) sind Veranstaltungen zum Thema geplant. So werden im Rahmen der „Public Climate School” Seminare, Workshops, Lesungen, Vorträge und gemeinsame Putzaktionen angeboten.
Unterstützung für das Engagement von Studierenden und Beschäftigten
Die HU unterstützt das Engagement ihrer Mitglieder für eine nachhaltig gestaltete Gesellschaft und regt an, dass alle interessierten Lehrenden ihre Lehrveranstaltungen in der nächsten Woche für Fragestellungen des Klimaschutzes öffnen. Eine Befreiung vom Dienstgeschehen zur Teilnahme an der Klimastreikwoche kann aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht gewährt werden. Allerdings weist die Universitätsleitung darauf hin, dass alle zur Verfügung stehenden Instrumente zur Flexibilisierung der Arbeitszeit im vollen Umfang genutzt werden können.
Auf dem Weg zur klimaneutralen Universität
Die Humboldt-Universität hat als eine der ersten deutschen Hochschulen im Juni erklärt, die Initiative Fridays for Future an der HU zu unterstützen und den Weg zu einer klimaneutralen Universität zu beschreiten. So arbeitet die HU daran, konkrete Energiesparprojekte aufzusetzen und den Anteil ökologischer Energiequellen zu erhöhen. Zudem soll der Anstieg des Stromverbrauches vermieden werden. Schon jetzt liegt der Anteil von Ökostrom am Gesamtbezug der HU bei ca. 98 Prozent.
Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HU haben im Sommer 2019 - ähnlich wie an anderen Unis in Berlin und Potsdam - Kolleginnen und Kollegen dazu aufgerufen, sich selbst zu verpflichten, Flüge unterhalb von 1000 km zu unterlassen und die Bahn zu nutzen, sofern damit das Ziel in weniger als 12 Stunden erreicht werden kann. Derzeit haben über 500 Kolleg*innen die Selbstverpflichtung unterzeichnet. Grundsätzlich gilt an der HU, dass Bahnreisen für innerdeutsche Dienstreisen das erste Mittel der Wahl und Flugreisen die Ausnahme sind; letztere müssen zudem sehr gut begründet werden.
Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre
Das Thema Nachhaltigkeit weiter und noch stärker in die Lehre einzubringen, ist der HU und ihren Studierenden sehr wichtig. Aus diesem Grunde gibt es an der HU zum Beispiel das „Studium Oecologicum“ oder die studentische Initiative des Nachhaltigkeitsbüro.
Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerinnen der HU arbeiten interdisziplinär an Themen zu Nachhaltigkeit und Klimawandel, etwa am Integrated Research Institute on Transformations of Human-Environment Systems (IRI THESys). Dort arbeitet auch Dr. Carl-Friedrich Schleussner, der gemeinsam mit prominenten Kolleg*innen regelmäßig in seinen Klimavorlesungen Schülerinnen und Schüler über den Stand der wissenschaftlichen Ergebnisse informiert.
Auch die Nachwuchsforschenden der HU beschäftigen sich mit dem Thema Klimawandel. Beim sechsten Ideenwettbewerbs „Forum Junge Spitzenforscher“ am 20. November 2019 war die HU sehr erfolgreich: drei HU-Teams haben die Jury mit ihren Anwendungsideen zum Thema Klimawandel überzeugt und die drei ersten Plätze erreicht:
- 1. Platz: Nachhaltiger Gemüseanbau mit nitrifiziertem Urin (HU Berlin)
- 2. Platz: CO2-Bindung und Umwandlung durch Sonnenlicht (HU Berlin)
- 3. Platz: Open Access Lehrbuch: Qualitätssteigerung im Gemüsebau (HU Berlin)
GreenStartUps der HU
Nachhaltigkeit ist nicht nur bei Forsche und Lehre ein Thema - auch bei den HU Gründerhäusern gibt es nachhaltige Green StartUps in den HU Gründerhäusern
Weitere Informationen
Studentische Initiative: Nachhaltigkeitsbüro
Selbstverpflichtung für Beschäftige: Klimafreundliche Dienstreisen
Solaga – Grüne Wände als Luftfilter
Benjamin Herzog, Geschäftsführer
Tel.: 030/814 54 350
- Benjamin Herzog weiß Bescheid und freut sich über die Kontaktaufnahme
GreenAdapt – Gesellschaft für Klimaanpassung
https://www.greenadapt.de/de/home/
Adrian Pfalzgraf, Geschäftsführer
Tel.: 0157/588 300 20
- Adrian Pfalzgraf ist per Mailbox über Anfrage und Kontaktaufnahme informiert
elena international
Christina Horn, Gründerin
Tel.: 0157/33 74 1076
- Christina Horn ist per Mailbox über Anfrage und Kontaktaufnahme informiert