Recht und Ungleichheiten: Tagung des Jungen Netzwerks Rechtsgeschichte

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Forschung
Vom 18. bis 20. Juni 2026 findet die vierte Nachwuchstagung Rechtsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema: „Ungleichzeiten: Recht und Ungleichheiten in gegenwärtigen Vergangenheiten“ statt.

Die Geschichte des Rechts lässt sich auch als eine Geschichte von Ungleichheiten erzählen. Zugang zu und Verteilung von Ressourcen wie Vermögen, Arbeit oder Gesundheit wurden und werden verrechtlicht. Dabei kann Recht an Ideologien wie etwa Antisemitismus, Rassismus oder Sexismus anknüpfen, die sozialen Ungleichheiten oftmals vorausgehen. Es bringt neue Formen sozialer Differenzierung und Benachteiligung hervor, erhält diese oder verstärkt sie. Gleichzeitig können diese im und mit dem Recht aber auch bekämpft werden. 

Die vierte Tagung des Jungen Netzwerks Rechtsgeschichte zum Thema „Ungleichzeiten: Recht und Ungleichheiten in gegenwärtigen Vergangenheiten“, die vom 18. bis 20. Juni 2026 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet, beschäftigt sich mit diesen und vergleichbaren Verschränkungen von Ungleichheiten, Recht und Temporalität. 

Podiumsdiskussion am 18. Juni

Teil der Tagung ist eine öffentliche Podiumsdiskussion am Abend des 18. Juni. Zum Thema „Karlsruher Republik? Gerichte und Geschichte“ diskutieren Susanne Baer, Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität sowie ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht, und Gabriele Metzler, Professorin für Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen an der Humboldt-Universität sowie Direktorin des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, über die Beziehungsweisen von Gericht und Geschichtsschreibung. Dabei stehen drei Dimensionen im Fokus: Das Bundesverfassungsgericht als Gegenstand historischer Forschung, den Rückgriff des Gerichts auf geschichtliche Ereignisse und Argumente in seiner Rechtsprechung sowie die Frage, inwiefern das Gericht durch seine Entscheidungen selbst historische Deutungen prägt.

Auf einen Blick

  • Was: Podiumsdiskussion „Karlsruher Republik? Gerichte und Geschichte“
  • Wann: 18. Juni 2026, 18.30 bis 20.00 Uhr
  • Wo: Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin.

Eröffnet wird die Podiumsdiskussion durch die Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Julia von Blumenthal, den Dekan der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Philipp Dann, und die Bereichsleiterin Wissenschaft und Forschung bei der ZEIT-Stiftung Bucerius, Dr. Anna Hofmann. Die Tagung wird von der ZEIT-Stiftung Bucerius gefördert.

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