Wenn Formeln zu Kunst werden

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Open Humboldt
Forschung
Die Ausstellung „Mathemenschen“ bricht mit dem Klischee der trockenen Mathematik. 14 Forschende bauen mit ihren Kunstwerken Brücken zur Gesellschaft und zeigen in einem Audioguide, wie sehr Kultur und Herkunft ihr Denken prägen.

Mathematik gilt oft als trocken, abstrakt und unzugänglich, eine Disziplin, in der es scheinbar nichts Neues mehr zu entdecken gibt. Diese vermeintliche Distanz zwischen der Wissenschaft und der Gesellschaft ist jedoch kein Naturgesetz, sondern ein kulturelles Missverständnis. Die Ausstellung „Mathemenschen“ tritt an, um genau diesen Graben zu überbrücken. 14 Wissenschaftler*innen aus aller Welt zeigen, dass der erste Schritt auf die Öffentlichkeit zu aus der mathematischen Community selbst kommen muss.

In den ausgestellten Werken verschmilzt mathematische Forschung mit künstlerischem Ausdruck. Doch die Schau geht über die reine Ästhetik hinaus: Sie stellt die tiefgreifende Frage, wie sehr Mathematik von unserem kulturellen Kontext geprägt wird. Wird in Pakistan anders gerechnet als in Deutschland? Oder ist es dieselbe Logik, die lediglich anders interpretiert wird?

Um diesen Fragen nachzugehen, öffnet die Ausstellung einen persönlichen Raum. Ein begleitender Audioguide lässt die 14 Kunstschaffenden selbst zu Wort kommen, die darin Einblicke in ihre Karrieren und ihre Wege zur Mathematik geben. Ergänzt wird jedes Werk durch informative Plakate, die die wissenschaftlichen Hintergründe beleuchten und aufzeigen, wo sich Mathematik in den kulturellen Ausdrucksformen ihrer jeweiligen Heimatländer widerspiegelt. 

Termin

  • Titel der Veranstaltung: „Mathemenschen“
  • Ort: Institut für Mathematik, Johan-von-Neumann-Haus, Rudower Chaussee 25, Innenhof zwischen Haus 3 und Haus 4, 2. Obergeschoss.
  • Zeit: bis zum 13. Februar 2026
  • Führungen. Do 22.01. 13:15, Do 29.01. 14:15, Mo 02.02. 13:15, Mo 09.02. 12:15. 
    Mehr Führungen folgen. Die Möglichkeit besteht, für kleine Gruppen private Führungen zu organisieren. Koordinierung und Anmeldung via E-Mail.

Weiterführende Informationen