Welche neuen Forschungsergebnisse gibt es zu Interessenkonflikten an inklusiven Schulen oder zu ADHS als Kategorie „nicht-normalen“ Verhaltens in der Sonderpädagogik? Wie blicken Forschende und Fachkräfte auf konkrete Fragen der Inklusion - etwa die Beratung von Eltern von Kindern mit Lernschwierigkeiten oder die Rolle von Fortbildungen für Lehrkräfte auf diesem Gebiet? Diese und andere Fragen diskutieren Forschende des Zentrums für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB) der der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) in ihrem Podcast „Inklusionsfragen“ gemeinsam mit ihren Gästen. In der aktuellen Folge ist Dr. Stefanie Müller vom Institut für Rehabilitationswissenschaften der HU zu Gast, Expertin auf dem Gebiet der Pädagogik bei geistiger Behinderung.
Womit beschäftigt sich der Podcast?
Der Podcast „Inklusionsfragen“ des Zentrums für Inklusionsforschung Berlin der HU widmet sich neuesten Ergebnissen aus der Inklusionsforschung und diskutiert diese mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis. Die bisher erschienenen 14 Folgen der ersten Staffel und zwei Folgen der zweiten Staffel spiegeln eine große Vielfalt an Themen und Fragen wider: So ging es beispielsweise um Interessenkonflikte in der inklusiven Schule oder um die Frage, wie die Feststellung bestimmter Förderbedarfe wissenschaftlich diskutiert wird. Thema waren auch die Beratung von Eltern von Kindern mit Lernschwierigkeiten und Fortbildungen für Lehrkräfte zur Reflexion von Diskriminierung in der Schule.
Wer ist die Zielgruppe?
So wie das Zentrum für Inklusionsforschung selbst, richtet sich auch der Podcast an alle aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, die sich für Fragen der Inklusionsforschung interessieren. In den einzelnen Folgen werden kritische Fragen zu aktuellen Entwicklungen und Aufgaben der inklusiven Gesellschaft gestellt.
Wer sind die Macher*innen?
Die Produktion ist ein gemeinsames Projekt von Mitgliedern des ZfIB. Zum Herausgeber*innenteam gehören Dr. Matthias Olk (Universität Bremen), Caroline Junge (Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg), Prof. Dr. Christian Brüggemann (Hochschule für soziale Arbeit und Pädagogik, Berlin) und Dr. Ellen Brodesser (Humboldt-Universität zu Berlin).
Worum geht es in der aktuellen Folge?
Unter dem Titel „Aufklären, Appellieren, Fürsprechen. Behinderungskonstruktionen auch in Zeiten von Inklusion?!“ geht es in der aktuellen Folge um das Thema Pädagogik bei geistiger Behinderung. Zu Gast ist Dr. Stefanie Müller vom Institut für Rehabilitationswissenschaften der HU die das Aufklären, Appellieren und Fürsprechen als die charakteristischen Aufgaben in der Geistigbehindertenpädagogik beschreibt. Im Kontext einer „Pädagogik der Verbesonderung“ diskutiert Ellen Brodesser, Mitherausgeberin des Podcasts, Geschäftsführerin des ZfIB, mit Stefanie Müller über das Selbstverständnis und die Aufgaben der Geistigbehindertenpädagogik. Es geht um die Frage, wie sich diese Pädagogik über einen Personenkreis legitimiert, indem sie diese Menschen adressiert, und den sie damit quasi selbst mit hervorbringt, und ob die Geistigbehindertenpädagogik sich nicht eigentlich selbst abschaffen müsste, um den Weg hin zum Ziel Inklusion ebnen. Das Intro spricht Caroline Junge, ebenfalls Mitherausgeberin des Podcast und Doktorandin an der HU.
Wer moderiert den Podcast? Wer sind die Gäste?
Die Herausgeber*innen des Podcasts moderieren abwechselnd mit weiteren Forscher*innen im Bereich der Inklusionsforschung. Zu Gast sind Forschende und Praktiker*innen, die sich mit aktuellen Fragen der Inklusion beschäftigen und neue Ergebnisse oder Forschungsvorhaben präsentieren.
Wie geht es weiter?
Für dieses Jahr sind drei weitere Folgen geplant. Die Themen sind „Demokratiebildung“, „Stimmen aus Willkommensklassen“ sowie „Sexuelle Selbstbestimmung und Behinderung“.
