Anke te Heesen erhält Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2026

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Forschung
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnet die Wissenschaftshistorikerin für ihre verständliche und präzise Sprache aus.

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am 24. Oktober 2026 in Darmstadt verliehen. Die Laudatio auf Anke te Heesen hält die Kulturwissenschaftlerin Hanna Engelmeier.  Die Jury betont in ihrer Begründung die publikumszugewandte Wissenschaftssprache von Ake te Heesen. Die Wissenschaftlerin verbinde theoretische Neugier mit dem Blick fürs Detail. 

Anke te Heesen ist seit 2011 Professorin für Wissenschaftsgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2024 leitet sie gemeinsam mit Prof. Viktoria Tkaczyk die DFG-geförderte Kollegforschungsgruppe „Angewandte Geisteswissenschaften – Genealogie und Politik“. 

Forschungen zur ästhetischen Erziehung der Nachkriegszeit

Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Geschichte der Humanwissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert, die Geschichte der wissenschaftlichen Sammlungen, Ausstellungen und Museen, die Mediengeschichte der Wissenschaften sowie die Naturgeschichte der Frühen Neuzeit. 

Aktuell forscht sie zu den „angewandten Geisteswissenschaften“ sowie dem Programm einer ästhetischen Erziehung der Nachkriegszeit.  Zu ihren Buchveröffentlichungen zählen „Der Weltkasten. Eine Bildenzyklopädie aus dem 18. Jahrhundert“, „Theorien des Museums“, „Der Zeitungsausschnitt. Papierobjekt der Moderne“, „Revolutionäre im Interview. Thomas Kuhn, Quantenphysik und Oral History“ sowie ihr jüngstes Buch von 2025 „Frauen vor Mustern“.

Sigmund-Freud-Preis

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für herausragende Beiträge zur Entwicklung des Deutschen als Sprache der wissenschaftlichen Publizistik verliehen. Er wird für deutschsprachige Originalveröffentlichungen vergeben, die sich durch ihre wissenschaftliche und ihre stilistische Qualität gleichermaßen auszeichnen. Er kann Werke aus allen Disziplinen berücksichtigen. Der Preis wird von der ENTEGA Stiftung finanziert.

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