Am 11. Februar präsentieren drei junge Forschende das Thema ihrer kürzlich abgeschlossenen Dissertation in Kurzvorträgen live im Erwin Schrödinger-Zentrum auf dem Campus Adlershof. Im Anschluss bewertet eine Jury die Vorträge nach Forschungs- und Präsentationsleistungen.
Der Dissertationspreis Adlershof wird gemeinsam vom Forschungsnetzwerk IGAFA e. V., der Humboldt-Universität zu Berlin und der WISTA Management GmbH gestiftet. Für die Nominierung erhalten die Teilnehmenden eine Prämie von 1.000 Euro, die beste Leistung wird mit 3.000 Euro belohnt.
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und als Livestream übertragen. Interessierte sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Auf einen Blick
Wann: Am Mittwoch, den 11. Februar 2026 von 15 bis 18 Uhr
Wo: Im Erwin Schrödinger-Zentrum, Rudower Chaussee 26, 12489 Berlin oder per Livestream verfolgen
Kurzvorträge der Nominierten
“Powering the Next Wireless Revolution – Accurate Physics-based GaN Models for Efficient Future Communication” (englischer Vortrag)
Dr.-Ing. Petros Beleniotis promoviert bei Prof. Dr.-Ing. Matthias Rudolph, Ferdinand-Braun-Institut gGmbH, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, und BTU Cottbus-Senftenberg.
Ladungsfallen in GaN-Transistoren haben einen starken Einfluss auf die Effizienz und Leistungsfähigkeit moderner drahtloser Kommunikationssysteme. Durch die Modellierung von Trapping-Effekten ermöglicht die Forschung von Dr.-Ing. Petros Beleniotis eine präzise Schaltungsauslegung und verbessert die Leistung von drahtlosen Technologien der nächsten Generation.
„Zwischen Diffusion und Reaktion: Statistische Werkzeuge für komplexe Systeme“
Dr. Sascha Gaudlitz promoviert bei Prof. Dr. Markus Reiß, Institut für Mathematik, Humboldt-Universität zu Berlin.
Dr. Sascha Gaudlitz hat in seiner Doktorarbeit neue statistische Methoden zur Rekonstruktion verborgener Dynamiken in raum-zeitlichen Systemen, die durch diffusive und reaktive Mechanismen gesteuert werden, entwickelt. Im Zentrum seiner Forschung steht eine quantitative Analyse, die zeigt, inwiefern zusätzliche räumliche Informationen die Rekonstruktionsgüte lokaler Wechselwirkungen (Reaktionsterm) verbessern.
„Gerüstbau mit ungewöhnlichen Molekülen: Von nicht-alternierenden Kohlenwasserstoffen zu funktionellen Materialien“
Dr. Josefine Sprachmann promoviert bei Prof. Dr. Oliver Dumele, Universität zu Köln (vorher Institut für Chemie, Humboldt-Universität zu Berlin).
Moleküle sind die Bausteine der Natur. Im Rahmen ihrer Dissertation hat Dr. Josefine Sprachmann organische Moleküle mit ungewöhnlicher elektronischer Struktur, sogenannte nicht-alternierende Kohlenwasserstoffe, als Bausteine für neuartige Materialien erforscht. Sie sind Schlüssel zu Zukunftstechnologien wie organischer Halbleitertechnik, nachhaltiger Energiespeicherung in organischen Batterien und grüner Energiegewinnung durch Photokatalyse.