Schutz der Wissenschaftsfreiheit: Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week

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Aktionswoche vom 18. bis 22. Mai zu Schutz, Netzwerken und (Re-)Konstruktion akademischer Räume für gefährdete Forschende und Künstler*innen mit Workshops Gesprächsrunden und Austausch zu Erfahrungen mit Schutzprogrammen für gefährdete Forscher*innen

Mit welchen Strategien sich die Wissenschaftsfreiheit regional und international schützen lässt, steht im Fokus der Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week vom 18. bis 22. Mai 2026. Unter dem Titel „Academic Freedom – Safeguarding and (Re-)constructing Space, Networks, and Knowledge“ bietet die Aktionswoche Workshops, Diskussionsrunden und Austausch zu Schutzprogrammen für gefährdete Forscher*innen und Künstler*innen. Das Veranstaltungsprogramm wurde von der Scholars at Risk Section Berlin-Brandenburg sowie der Berlin University Alliance und deren Partnerinstitutionen organisiert. 

Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität: “Die Humboldt-Universität setzt sich entschlossen und kontinuierlich für die Wissenschaftsfreiheit ein. Aktuell unterstützen wir beispielsweise mit Hilfe der Philipp Schwarzt-Initiative und des Hilde-Domin-Programms Fellows aus Gaza und dem Sudan. Gleichzeitig sehen wir den Bedarf, noch mehr zu tun. Die Academic Freedom Week soll hier nachhaltige Perspektiven entwickeln.”

Zwischen Exil und Forschung: Ein Wissenschaftler über Freiheit und Neubeginn

Was es bedeutet, die eigene Heimat in Sankt Petersburg mit seiner Familie zu verlassen, um weiter frei forschen und lehren zu können, erzählt ein Gastwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Geschichte steht exemplarisch für viele Forschende, die unter politischen Repressionen leiden und neue Perspektiven im Ausland suchen.

Interview mit einem Gastwissenschaftler aus Sankt Petersburg an der Humboldt-Universität im Exil: „Akademische Freiheit bedeutet forschen ohne Angst“

Veranstaltungen an der Humboldt-Universität während der Academic Freedom Week

Montag, 18. Mai, 16 bis 18 Uhr: Eröffnung und Führung durch die Ausstellung "Standing for Freedom: Portraits of Scientists in Exile". In der Ausstellung werden 15 Porträts von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gezeigt und das Thema Exil aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Zur Eröffnung werden die beiden Initiatoren*innen, die Wissenschaftlerin Pascale Laborier und der Fotograf Pierre-Jérôme Adjedj, anwesend sein.

Mittwoch, 20. Mai, 13 bis 17 Uhr: "Centre Marc Bloch Roundtables: Transnational Perspectives on Academic Freedom". In zwei Gesprächsrunden diskutieren Wissenschaftler*innen und Expert*innen zu internationalen Beispielen gefährdeter Wissenschaftsräume und zur Handlungsfähigkeit europäischer Forschungsstrukturen. Die Keynote hält Stephanie Balme von der Sciences Po Paris.

Mittwoch, 20. Mai, 17.30 bis 19.30 Uhr: Podiumsdiskussion “Wissenschaftsfreiheit in Gefahr: Europäische Universitäten zwischen Resilienz und Verantwortung” mit Prof. Dr. Julia von Blumental, Präsidentin der Humboldt-Universität, Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident der Universität der Künste und Prof. Dr. Pierre-Paul Zalio, Präsident der Pariser Campus Condorcet, einem geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungscampus Pariser Hochschulen, Dr. Sevil Çakır, independent researcher.

Das Grußwort hält der französischen Botschafter in Deutschland, François Delattre. Moderation: Jan-Martin Wiarda. Die Diskussion beleuchtet, wie Universitäten trotz antidemokratischer Tendenzen und knapper finanzieller Mittel ihre wissenschaftliche Freiheit wahren, gefährdete Forschende schützen und zugleich offen, inklusiv und international vernetzt bleiben können.

Die Veranstaltungen werden durch die Unterstützung der Berlin University Alliance, der Französischen Botschaft in Deutschland, des Institut Français Deutschland und der Philipp Schwartz-Initiative ermöglicht.

Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week

Die Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week wurde 2022 von der Humboldt-Universität ins Leben gerufen und findet zum dritten Mal unter ihrer Leitung statt, erstmals gemeinsam mit dem Regionalverbund Scholars-at-risk Berlin-Brandenburg und der Berlin University Alliance. Während der Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week finden dieses Jahr zahlreiche Veranstaltungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg statt. Das Programm umfasst Kunstausstellungen, öffentliche Panels mit international renommierten Wissenschaftler*innen und Künstler*innen sowie Workshops und Vorträge.

Themen:
Berlin University Alliance
Wissenschaftsfreiheit