Seit 15 Jahren fördert die Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Deutschlandstipendium engagierte Studierende aller Nationalitäten mit 300 Euro monatlich für mindestens zwei Semester. „Insgesamt konnten wir in diesen 15 Jahren mehr als 900 Stipendiatinnen und Stipendiaten unterstützen. Die Fördersumme beläuft sich inzwischen auf mehrere Millionen Euro – getragen gemeinsam von privaten Fördernden und Bundesmitteln“, sagte Prof. Dr. Niels Pinkwart, Vizepräsident für Lehre und Studium der Humboldt-Universität, auf der Stipendiat*innenfeier.
Dank an die Fördernden
Für das Förderjahr 2026/27 wurden 90,5 Stipendien vergeben. Die Geförderten kommen aus zahlreichen Fachrichtungen – von den Lebenswissenschaften über Jura und Wirtschaft bis hin zu den Kultur-, Sozial-, Sprach- und Naturwissenschaften, der Theologie sowie den British Studies. Ein großer Dank gilt den zahlreichen Förder*innen, die das Deutschlandstipendium an der Humboldt-Universität seit 15 Jahren ermöglichen, finanziert werden die Stipendien jeweils zur Hälfte durch private Fördermittel und durch den Bund. Pinkwart dankte den Förder*innen: „Gerade in einer Zeit, in der viele Hochschulen Prioritäten neu setzen, schwierige Entscheidungen treffen und mit knappen Ressourcen umgehen müssen, ist Ihr Engagement ein starkes Zeichen. Sie zeigen: Bildung und Wissenschaft sind keine Angelegenheit der Universität allein. Sie sind eine gemeinsame Verantwortung.“
In der Themenklasse selbst forschen
Ein Programmpunkt des Abends widmete sich der Humboldt-Themenklasse „Nachhaltigkeit und Globale Gerechtigkeit“. Die Humboldt-Themenklassen gehören zu den besonderen Förderangeboten im Rahmen des Deutschlandstipendiums. Studierende verschiedener Fachrichtungen forschen hier gemeinsam an gesellschaftlich relevanten Fragestellungen und sammeln bereits früh Erfahrungen in wissenschaftlicher Projektarbeit. Tobias Krüger, Professor für Hydrologie und Gesellschaft sowie wissenschaftlicher Leiter der Themenklasse am IRI THESys, und Joshua Ermoneit; Themenklassen-Stipendiat der Stiftung Humboldt-Universität, führten in die aktuellen Projekte der Themenklasse im Impulsvortrag „Interdisziplinär für die Zukunft: Die Themenklasse Nachhaltigkeit & Globale Gerechtigkeit“ ein. In diesem Jahr richtet sie den Blick auf Klimaneutralität und Klimaresilienz am Wissenschaftsstandort Adlershof — also auf Fragen, die den Campus selbst, die Stadt Berlin und die Zukunft unseres Zusammenlebens unmittelbar betreffen.
Beim Deutschlandstipendium geht es aber um noch mehr als um Forschung und finanzielle Unterstützung: Fördernde und Geförderte kommen miteinander ins Gespräch, tauschen Erfahrungen aus und knüpfen Kontakte, die häufig weit über das Ende eines Förderjahres hinausreichen. Aus vielen dieser Begegnungen entstehen Mentoring-Beziehungen, Praktikumsmöglichkeiten oder einfach wertvolle Einblicke in andere Lebens- und Arbeitswelten.
