Ende August hat die Berliner Wissenschaftliche Gesellschaft (BWG) ihren Studien- und ihren Promotionspreis an zwei Angehörige der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) verliehen. Beide Arbeiten beschäftigen sich mit dem Thema Wasser und Nachhaltigkeit.
Masterarbeit zur Ausweisung von nitratgefährdeten Gebieten in Brandenburg
Kassandra Jensch erhielt den EHS-Studienpreis der BWG für ihre Masterarbeit zur Ausweisung von nitratgefährdeten Gebieten in Brandenburg („Uncertainties in the designation of Nitrate Vulnerable Zones in Brandenburg“). Sie zeigt in ihrer Arbeit, die von Prof. Dr. Tobias Krüger vom Institut für Geographie betreut wurde, wie Unsicherheiten bei der Ausweisung solcher Gebiete durch die Interpolation von Nitratmessungen im Grundwasser mit innovativen und anspruchsvollen statistischen Methoden (Gauß-Prozesse in einem Bayesschen statistischen Ansatz) quantifiziert werden können. Mit ihrer Arbeit greift Kassandra Jensch wissenschaftlich-politische Empfehlungen auf, die erst kürzlich veröffentlicht wurden und ist daher von hoher Aktualität und großer praktischer Relevanz.
Der von der Erhard Höpfner Stiftung (EHS) vergebene Studienpreis würdigt herausragende Master-Abschlussarbeiten - dieses Jahr im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften.
Dissertation zur Rolle der Bewässerung im globalen System der Landnutzung
Dr. Felicitas Beier erhielt den EHS-Promotionspreis der BWG für ihre Dissertation zur Rolle der Bewässerung im globalen Landnutzungssystem („The role of irrigation in the global land system: Assessing land-based climate change mitigation and the global intensification potential through irrigation and multiple cropping expansion“). Sie wurde von Prof. Dr. Hermann Lotze-Campen vom Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der HU betreut.
Die Arbeit verbindet hydrologische und ökonomische Perspektiven und untersucht, wie Bewässerung und Mehrfachanbau zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion beitragen können, wenn zugleich die Verfügbarkeit von Süßwasser, ökologische Nachhaltigkeitsgrenzen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Felicitas Beier arbeitet als Postdoktorandin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
Der von der Erhard Höpfner Stiftung (EHS) vergebene Promotionspreis würdigt herausragende Promotionsleistungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – in diesem Jahr aus den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin und Lebenswissenschaften.