Sonderpädagogik mit den Fachrichtungen Gebärdensprachpädagogik/Hören und Kommunikation (Bachelor of Arts, B.A.)
Das Studium Sonderpädagogik mit den Fachrichtungen Gebärdensprachpädagogik/Hören und Kommunikation vermittelt Ihnen Grundlagen in Pädagogik, Psychologie, Soziologie sowie Kompetenzen in Deutscher Gebärdensprache.
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Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
Studienaufbau und Inhalte
Sie gewinnen grundlegende theoretische und praktische Kenntnisse für sonderpädagogische Handlungsfelder. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Erwerb der Deutschen Gebärdensprache sowie in der Auseinandersetzung mit Diagnostik, Förderansätzen und Beratung im Kontext inklusiver Bildung. Ergänzt wird dies durch eine fundierte Ausbildung in allgemeiner Sonder- und Inklusionspädagogik, Psychologie und Soziologie.
Darüber hinaus werden kulturwissenschaftliche Perspektiven wie Deaf Studies, Disability Studies und Gender Studies in die Reflexion der eigenen Berufsrolle einbezogen. Sie entwickeln so neben pädagogischen und fachlichen Kompetenzen auch die Fähigkeit zu kritischer Analyse und eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten – eine solide Grundlage für weitere akademische Wege oder unterstützende Tätigkeiten in schulischen Kontexten.
Um am Modul 5 "Basismodul Deutsche Gebärdensprache" teilnehmen zu können, muss der Spracheingangstest bestanden werden. Dieser wird immer zum Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters durchgeführt. Wenn Sie nicht über ausreichende Grundkenntnisse in der Deutschen Gebärdensprache (DGS) verfügt, absolvieren Sie im 1. Semester einzusätzliches Sprachpropädeutikum (10 LP)
Fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Anteil (97 LP)
Pflichtbereich (87 LP)
| Modul 1 | Grundlagen der Gebärdensprach- und Audiopädagogik | 10 LP |
| Modul 2 | Medizinische und pädaudiologische Grundlagen | 5 LP |
| Modul 3 | Sprache und Kommunikation | 5 LP |
| Modul 4 | Spracherwerb und Sprachbildung im bimodal-bilingualen Kontext | 10 LP |
| Modul 5 | Basismodul Deutsche Gebärdensprache | 10 LP |
| Modul 6 | Didaktische Grundlagen | 7 LP |
| Modul 7 | Aufbaumodul Deutsche Gebärdensprache | 10 LP |
| Modul 8 | Psychologische, soziologische und historische Grundlagen | 10 LP |
| Modul 9 | Vertiefung in der Sonderpädagogik | 10 LP |
| Modul 10 | Lern- und Förderkonzepte | 10 LP |
Fachlicher Wahlpflichtbereich (10 LP)
Wählen Sie 1 Abschlussmodul:
| Modul 11a | Abschlussmodul im Bereich Gebärdensprachpädagogik | 10 LP |
| Modul 11b | Abschlussmodul im Bereich Hören und Kommunikation | 10 LP |
Kombination des Kernfachs mit einem Zweitfach an der Universität der Künste (103 LP)
In diesem Sonderfall ist Ihr Kernfach um 10 LP reduziert zugunsten Ihres Zweitfaches. Das Modul 9: Vertiefung in der Sonderpädagogik (10 LP) entfällt.
Studienanteile Bildungswissenschaften und Sprachbildung (16 LP)
Bildungswissenschaften (11 LP) und Sprachbildung (5 LP), siehe Studienordnung für diese Studienanteile
Besonderheiten
Das Institut für Rehabilitationswissenschaften an der Humboldt-Universität kann auf eine über 100-jährige erfolgreiche Tradition zurückblicken. Es bildet in Bachelor- und Master-Studiengängen Sonderpädagog*innen für das Lehramt aus sowie für außer- und nebenschulische Arbeitsfelder.
Neben diesen pädagogisch orientierten Fächern wird außerdem der Bachelor-Studiengang Deaf Studies/Sprache und Kultur der Gehörlosengemeinschaft sowie der Master Gebärdensprachdolmetschen angeboten.
In Lehre und Forschung sind alle sonderpädagogischen Fachrichtungen vertreten (Sehen, Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Lernen/Emotionale und soziale Entwicklung, Sprache/Emotionale und soziale Entwicklung, Hören und Kommunikation, Gebärdensprachpädagogik) sowie übergreifende und verbindende Querschnittsdisziplinen (Psychologie, Soziologie u.a.).
Das Institut pflegt intensive und regelmäßige Kontakte zu europäischen und außereuropäischen Universitäten. Aus diesen internationalen Verbindungen ergeben sich auch regelmäßige Auslandsexkursionen für Studierende.
Für den Beginn des Studiums sind Kenntnisse in Deutscher Gebärdensprache (DGS) empfehlenswert (aber keine zwingende Voraussetzung). Ca. 100 DGS-Stunden Vorkenntnisse wären ideal für einen erfolgreichen Studienstart.
Sie sollten Freude und Engagement im Umgang mit beeinträchtigten und von Beeinträchtigungen bedrohten Kindern und Jugendlichen mitbringen, flexibel sein sowie eine ausgeprägte Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit besitzen.
Von Vorteil ist es, wenn Sie sich für die pädagogische Arbeit im Klassenverband, mit kleinen Gruppen und einzelnen Schüler*innen interessieren, sowie für Beratungsaufgaben.
Vorerfahrungen in sonder- und/oder inklusionspädagogischen Feldern sind keine Pflicht, aber in jedem Fall empfehlenswert, damit Sie für sich selbst herausfinden können, ob diese Arbeit für Sie eine langfristige berufliche Option darstellt. Schließlich arbeiten Sonderpädagog*innen vermehrt in inklusiven Kontexten in vielfältigen beruflichen Konstellationen.
Fachspezifische Zugangs- und Zulassungsregeln
Anschlussmöglichkeiten & Berufsperspektiven
An der Humboldt-Universität können Sie sich für den Master of Education "Sonderpädagogik mit den Fachrichtungen Gebärdensprachpädagogik/Hören und Kommunikation" für das Lehramt an integrierten Sekundarschulen und Gymnasien bewerben. Informieren Sie sich im Studienangebot der HU oder deutschlandweit über den Hochschulkompass.
Mit dem Bachelorabschluss sind Sie qualifiziert für unterstützende Maßnahmen in schulischen Handlungsfeldern, wie etwa Unterrichtsassistenz oder schulische Integrationshilfe.
Für das Berufsziel Lehrkraft ist im Anschluss an den Bachelor ein Master-Abschluss, ein anschließendes Referendariat und eine abschließende Prüfung (Staatsexamen) vorgesehen.
Mehr Infos zu Berufsperspektiven und Alternativen finden Sie in der Datenbank Berufenet.
Studienfachberatung
Dr. Sylvia Wolff
Anerkennungsfragen
Prof. Dr. Claudia Becker
Kontakt zum Institut
Institut für Rehabilitationswissenschaften
Institutsgebäude, Georgenstraße 36, 10117 Berlin