Nachhaltigkeit in der Lehre

Angebot „Erstberatung für Lehrende – Nachhaltigkeitsaspekte effektiv in der Lehre aufgreifen“.

Erstberatung für Lehrende

Der Tag der Lehre 2025 hat gezeigt, dass es einerseits viele gute Beispiele dafür gibt, wie Lehrende an der HU das Thema Nachhaltige Entwicklung bereits in ihr Angebot integrieren. Andererseits zeigten die Fragen auch, dass es Lehrenden unklar ist, wie sie die Themen einer Nachhaltigen Entwicklung (z.B. Klimakrise, Ressourcenschutz, globale Gerechtigkeit) fachlich fundiert, einfach und verständlich in ihr fachspezifisches Lehrangebot integrieren können. 

Das Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmanagement der HU bietet deshalb eine individuelle Erstberatung für Lehrende an.

Das Format beinhaltet:

  • Bis zu 2 Stunden Nachhaltigkeitscoaching 
  • Einordnung von Nachhaltigkeit, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs)
  • Klärung des Bedarfs und der Verortung des Themas in der konkreten Disziplin
  • Unterstützung bei der Identifikation inhaltlicher und methodischer Optionen und ggf. bei der Suche nach einer passenden Prüfungsform (im Rahmen der ZSP-HU).  

Im Weiteren können zusätzliche Beratungs- und Unterstützungsbedarfe adressiert werden, z.B.:

  • Identifikation von HU-Lehrenden als Gastreferent*innen 
  • Recherche von Förderoptionen
  • Vernetzung mit anderen HU-Initiativen
  • Ggf. auch Lehrhospitation 

FAQ Erstberatung Lehrende

Die existenzielle Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen hat massive Folgen – sozialer, ökonomischer, ökologischer und kultureller Natur. Klima, Wetter, Migration und Gesellschaft, Wirtschaft, menschliches Schaffen werden durch den Klimawandel maßgeblich verändert. Der Klimawandel deshalb jede wissenschaftliche Disziplin, ob in Theorie oder Praxis. Ebenso beeinflusst der Klimawandel die Lebenswelt und die zukünftige, berufliche Realität von Studierenden. Es geht nicht darum, die Forschungsfelder „auf den Kopf zu stellen“ und völlig neu auszurichten – sondern darum, den Veränderungen Rechnung zu tragen.

Bei dem vorliegenden Angebot geht es nicht um inhaltliche Dominanz oder Unterordnung, sondern um das Aufzeigen konkreter Beziehungen und inhaltlicher Anknüpfungspunkte zu Nachhaltigkeit. 

Es geht nicht darum, dass Lehrangebot komplett zu überarbeiten, sondern um punktuelle Veränderungen: welche Rechenbeispiele man verwendet, in der Literatur auch das Klimathema abzubilden, bis hin zu weiter gefassten Forschungsfragen für die Leistungserbringung.

Die HU strebt Klimaneutralität an und hat dafür ein Klimaschutzkonzept. Betriebliche Fragen und Fragen der Lehre weisen viele Überschneidungen auf, haben jedoch eine grundsätzlich unterschiedliche Wirkungslogik. Während die Lehre indirekt über die Ausbildung von Multiplikator*innen (Studierende) wirkt, sind betriebliche Entscheidungen (z. B. über Wärmeversorgung von HU-Gebäuden) direkt wirksam für eine Verminderung des Treibhausgasausstoßes. Wichtig für die Klimaneutralität Deutschlands ist beides, und gerade die HU als eine der großen deutschen Universitäten, die auch noch einen hohen Anteil an Lehramtsstudierenden aufweist, kann einen wichtigen Beitrag durch ihre Lehre leisten.

Es geht hier nicht um eine möglichst positive Darstellung der Aktivitäten der HU, sondern um eine kritische Auseinandersetzung mit einem der wichtigsten Themen unserer Zeit. Den Lehrenden und allen Hochschulangehörigen steht natürlich frei, im Rahmen von Veranstaltungen auch die HU selber unter die Lupe zu nehmen. Zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung gehört dann auch die Analyse der Herausforderungen politischer, sozialer und wirtschaftlicher Natur beim Streben nach Klimaneutralität.

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