Einführung eines Umweltmanagement-Systems
Grundsätzlich sind Hochschulen gesetzlich verpflichtet, ein Umweltmanagementsystem einzuführen (Energieeffizienzgesetz, §6: Einsparverpflichtung öffentlicher Stellen). Der EMAS-Standard stellt dabei eine integrierte, weiter gefasste Alternative zum ebenfalls möglichen Energiemanagement-System nach ISO 50001 dar.
Maßgebliche Gründe für die Entscheidung zur Einführung eines Umweltmanagement-Systems nach EMAS war erstens die Motivation der HU-Leitung, die Umweltleistung der HU zu verbessern (also schädliche Umweltauswirkungen systematisch zu verringern) und bei diesem Prozess öffentliche Transparenz zu gewährleisten. Zweitens identifizierte die Universitätsleitung die Möglichkeit, Synergiepotenziale mit bestehenden Berichtspflichten im Bereich Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutz zu heben.
Was ist EMAS?
Bei dem Umweltmanagementsystem nach EMAS handelt es sich im Wesentlichen um ein betriebsorganisatorisches Managementsystem mit Handlungsfeldern im Bereich klassischer, betrieblicher Emissionsquellen. Die zentralen Umweltbelastungen betreffen insbesondere Treibhausgas- und sonstige Emissionen, Materialverbräuche, Abfälle und Flächenverbrauch. Ergänzt wird dieses um hochschulspezifische Aspekte wie die Vermittlung von Inhalten einer nachhaltigen Entwicklung in der Lehre oder an die breite Gesellschaft. Informationen zu EMAS sind auf der EMAS-Plattform einsehbar.
Im Wesentlichen beinhaltet das Umweltmanagementsystem eine Umweltpolitik (Vision, Konzept), eine Bestandsaufnahme sowie einen Maßnahmenplan, der verbindlich zu einer Verbesserung der Umweltleistung (Verringerung negativer Umweltauswirkungen) führen muss. EMAS beruht dabei in wesentlichen Teilen auf den Anforderungen eines Umweltmanagementsystems nach der ISO-Norm 14001. Ergänzend kommt die regelmäßige, externe Prüfung sowie eine öffentlich einsehbare Umwelterklärung hinzu.
EMAS an der HU
Der Umweltmanagementbeauftragte ist im Klimaschutzmanagement der HU angesiedelt und verantwortet die Einführung und Koordinierung der Umsetzung des Umweltmanagementsystems. Er stützt sich dabei auf die dezidierte Unterstützung der Universitätsleitung und die Fachabteilungen der HU. Letztere finden sich mindestens zwei Mal jährlich in anlassbezogenen Treffen des Umweltmanagementteams zusammen. Der Universitätsleitung wird jährlich über den Fortschritt des Einführungsprozesses Bericht erstattet.