Neuer Manga-Boom: Hintergründe zur Übersetzung von „Tagebücher der Apothekerin“

Vortrag von Dr. Verena Maser

Auf einen Blick

Datum
Uhrzeit
18 – 19:45 Uhr
Veranstaltungsort
Luisenstr. 39
10117 Berlin
Gastgeber*innen

Mori-Ôgai-Gedenkstätte

Beschreibung

Spätestens seit der Corona-Pandemie boomen Manga in Deutschland. Monat für Monat erscheinen über hundert neue Bände, und der Durst nach neuem Lesestoff scheint nicht zu versiegen. Doch was liest das meist jugendliche Publikum eigentlich? Handelt es sich nur um am Fließband produzierte Banalitäten?

Um mit Vorurteilen aufzuräumen, stellt die Manga-Übersetzerin Dr. Verena Maser ihre Arbeit an „Die Tagebücher der Apothekerin“ vor, einem der aktuellen Bestseller auf dem deutschsprachigen Markt. In der Serie, die auf einem Light Novel von Hyūga Natsu basiert, wird Apothekerin Maomao an den – chinesisch inspirierten – Kaiserhof verkauft und löst dort Kriminalfälle. Die Übertragung der Geschichte ins Deutsche stellt dabei vielfältige Herausforderungen: In welchem Land spielt das Geschehen? In welcher Zeit? Wie „altertümlich“ darf das Deutsch sein? Und wie findet man Namen für Pflanzen, die es in unseren Breitengraden gar nicht gibt?

Der Vortrag schließt mit einer Praxisvorführung, bei der Verena Maser aus dem neuesten Kapitel der Serie übersetzt. Formulierungsvorschläge aus dem Publikum sind erwünscht!

Dr. Verena Maser übersetzt seit 2014 Manga und Anime aus dem Japanischen ins Deutsche. Daneben ist sie unter anderem als Theater- und Hörspielautorin aktiv. Aktuelle Titel (u.a.): „Chiikawa“, „Die Tagebücher der Apothekerin“, „Streifzüge durch New York“.