Bertie Ahern, Premierminister der Republik Irland

“We must see Europe’s cultural diversity, its commitment to social solidarity, its proud record as global champion of the environment,[…]its magnificent infrastructure and its well-educated and innovative people as source of strength for the furture"

Am 02. Juni 2005 beehrte der Premierminister der Republik Irlands Bertie Ahern das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa zum Thema „Europe - our Common Future“.

Ahern erklärt zu Beginn, dass die Rede zu einer Zeit großer Unsicherheit stattfindet, was er vor allem mit der Ablehnung des Verfassungsvertrages durch Frankreich und die Niederlande begründet. Gleichzeitig mahnt er vor Pessimismus und erklärt die Notwendigkeit einer besseren, europäischen Zusammenarbeit. Auf die Ängste bezüglich des Beitritts zehn neuer Mitgliedsstaaten, geht er beschwichtigend ein und mahnt zur Geduld; statt andere Mitgliedsstaaten als Konkurrenz zu betrachten, solle man den Blick lieber auf andere globale Mächte legen.  Ahern mahnt vor einer Stagnation im Status quo sowie einer Abschottung; die Zukunft der Union sehe er in einer verstärkten Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten, der Schaffung von Grundlagen für ökonomisches Wachstum und einem Ausbau der außereuropäischen Beziehungen. Die Rede endet mit dem Appell, sich die Relevanz der europäischen Union und des Verfassungsvertrages vor Augen zu führen.

Im Anschluss an die Rede konnte das Publikum dem Redner Fragen stellen und es gab die Möglichkeit in Austausch zu treten.

Themen:
Humboldt-Reden