Am 04. Mai 2015 hatte das Walter Hallstein-Institut die Ehre Bohuslav Sobotka, Ministerpräsident der Tschechischen Republik, empfangen zu dürfen. Er hielt eine Humboldt-Rede zu Europa zum Thema “Europa am Scheideweg“.
Sobotka nimmt die Rede zum Anlass Gedanken zur Zukunft der Europäischen Union zu teilen. Zunächst stellt er fest, dass die gewaltigen Errungenschaften der Union noch viel zu oft als selbstverständlich gesehen werden. Anknüpfend daran unternimmt der Redner eine historischen Betrachtung von Krisen, die die Union bereits erlebt hat – und überlebt. Nach einem kurzen Exkurs zur engen Verwicklung der europäischen Integration und der positiven Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen, definiert Sobotka die aktuellen Gefahren: Verlust von gegenseitigem Vertrauen und Verlust des Selbstbewusstseins, mit anderen globalen Mächten auf Augenhöhe sprechen zu können. Weiterhin bemerkt er zwar die Erfolge, die im Rahmen der europäischen Integration bereits erzielt wurden, betont aber auch, dass es noch viel zu erreichen gebe – hier geht er beispielhaft auf Krisen ein, die eine gemeinsame, europäische Lösung benötigen. Die Rede endet mit einem Appel Rationalität nicht gegen Hoffnung abzuwägen und täglich für die Werte der Union einzutreten.
Der Rede schloss sich eine Diskussionsrunde an, die dem Publikum die Möglichkeit gab, dem Ministerpräsidenten Fragen zu stellen.
Bohuslav Sobotka, Ministerpräsident der Tschechischen Republik
„The EU and European Integration are a set of tool supported by robust institutional pillars. Of course, we alone give it life, and without our work and trust in it, it will not endure.”

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