Am 21. März 2002 beehrte der Präsident der Republik Ungarn das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa. Ferenc Mádl sprach zum Thema „Europäischer Integrationsprozess - Ungarische Erwartungen“.
Seiner Rede stellt Mádl zwei Prämissen voraus: Zunächst das sei das europäische Projekt von großem, realen Erfolg geprägt. Nach einem kurzen historischen Exkurs zur Beziehung zwischen Ungarn und Europa, die in der ungarischen Mitgliedschaft gipfelt, folgt die zweite Prämisse, dass ein EU Beitritt und der darauffolgende Integrationsprozess immer einen Gewinn für das jeweilige Land darstellen würden. Im zweiten Teil seiner Rede geht Mádl auf relevante Fragen im Zusammenhang mit der Integration, der ungarischen Beteiligung sowie der ungarischen Erwartungen ein. Dies erfolgt im Bezug auf folgende Punkte: Globalisierung, politische Herausforderungen, Entwicklungsgemeinschaft und Erwartungen, Sicherheits- und Außenpolitik, Minderheiten, moralische Werte und den europäischen Konvent.
Im Anschluss an die Rede hatte das Publikum die Möglichkeit dem Redner Fragen zu stellen.