Am 27. November 2007 beehrte Giorgio Napolitano das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa. Die Rede des Staatspräsidenten der italienischen Republik trug den Titel „Den alten Knoten der widersprüchlichen Visionen des europäischen Projektes lösen. Einen neuen gemeinsamen politischen Willen hervorbringen“.
Napolitano beginnt damit vor einem Verlust des Elans zu warnen, den die Vision Schuhmans einmal ausgelöst habe. Es müsse mehr auf das bereits Erreichte geblickt werden, was allzu oft als selbstverständlich betrachtet würde, während es auch gelte, den Blick auf bevorstehende Herausforderungen zu richten. Eine dieser Herausforderungen sei der Umgang mit dem gescheiterten Verfassungsvertrag, für welchen er sich im Anschluss nochmals stark macht. Napolitano warnt davor, die bevorstehenden Herausforderungen nicht effektiv genug anzugehen. Im letzten Teil der Rede geht Napolitano noch auf die Frage nach den europäischen Außengrenzen und das Erreichen einer pro-europäischen Öffentlichkeit ein. Er endet damit, die Rolle von Staaten und Führungspersonal zu betonen, hier sein ein starker, europäischer Wille notwendig.
Im Anschluss an die Rede stellte sich der Redner Fragen aus dem Publikum.
