Am 25. November 2003 beehrte der belgische Premierminister Guy Verhofstadt das Walter Hallstein-Insitutut mit einer Humboldt-Rede zu Europa zum Thema „The new european constitution – from Laeken to Rome“.
Zunächst benennt Verhofstadt die historische Relevanz der kurz bevorstehenden Erweiterung der EU. Dabei gehe der Erweiterungsprozess Hand in Hand mit einem Integrationsprozess, der in der Schaffung einer europäischen Verfassung enden solle. Diese sei im Konvent über die Zukunft Europas bereits angelegt und andere dort angedachte Punkte, unter anderem die Schaffung des Postens einer EU-Außenbeauftragen oder eines EU-Außenbeauftragten, seien inzwischen bereits erfolgreich umgesetzt worden. Verhofstadt macht sehr deutlich, dass die Zukunft der europäischen Union für ihn von föderaler Natur ist. Der nächste Schritt läge in der Erhebung europäischer Steuern, um der Union eigene finanzielle Mittel zu verschaffen. Gleichzeitig fordert er eine gemeinsame europäische Außenpolitik, sodass die Union sich dahingehend von den USA lösen könne. Im letzten Abschnitt seiner Rede beschäftigt sich Verhofstadt mit der Möglichkeit, dass die Verfassung abgelehnt wird, wobei er gleichzeitig appelliert, dies nicht geschehen zu lassen.
Im Anschluss an die Rede konnten dem Redner im Rahmen einer Diskussionsrunde Fragen gestellt werden.