Am 14. Mai 2007 beehrte der Präsident des Europäsischen Parlaments, Prof. Dr. Hans-Peter Pöttering, das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa. Er sprach zum Thema „Vor dem Juni-Gipfel 2007: Was wird aus der Verfassung für Europa?“.
Zentrale Frage der Rede des Präsidenten ist die Frage, wie ein europäischer Verfassungsvertrag zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden könnte. Solche eine Verfassung habe schon Walter Hallstein 1969 in einem seiner Bücher diskutiert. Zunächst startet Pöttering mit einem Rückblick auf die Jahre seit der Gründung der Union und zieht die Bilanz, dass in diesen 50 Jahren Dinge geschehen sein, die zuvor noch als Träume abgetan worden wären – der Beitritt von ehemals von der Sowjetunion okkupierter sowie ehemals dem Warschauer Pakt angehörender Staaten. Trotz all dieser Erfolge spüre er jedoch eine gewisse Skepsis gegenüber Europa – hier könne der Verfassungsvertrag ein Teil der Lösung für ein zukunftsfähiges, positiv rezipiertes Europa sein. Anschließend legt er dar, weshalb das Europäische Parlament den Entwurf des Vertrages gerne wie vorgelegt beibehalten würde. Schließlich wirft Pöttering einen Blick in die Zukunft, so gelte es nun die großen Fragen zu thematisieren und Kompromisse zu finden. Er endet damit, die Wichtigkeit des Vertrages zu betonen, denn gerade jetzt sei es an der Zeit gegenseitiges Vertrauen auf- und auszubauen.
Im Anschluss an die Rede hatte das Publikum die Möglichkeit Pöttinger Fragen zu stellen und so in einen Austausch mit ihm zu treten.