Der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, beehrte das Walter Hallstein-Institut am 07. Februar 2012 mit einer Humboldt-Rede zu Europa zum Thema „The discovery of co-responsibility: Europe in the debt crisis“.
Mit der Schuldenkrise als Ausgangspunkt geht Van Rompuy in seiner Rede besonders auf zwei Aspekte ein: die ökonomischen und politischen Wechselwirkungen zwischen den Mitgliedsstaaten sowie das neue Bewusstsein einer geteilten Verantwortung zwischen den europäischen Staatsoberhäuptern. Letzteres sieht er in der Notwendigkeit noch stärker zu werden, um die europäischen Ziele – Frieden und Wohlstand – zu erreichen. Schon heute trage jedes Land einen Teil dieser Verantwortungen, denn auch nationale Entscheidungen würden Europa als Ganzes betreffen. Zum Schluss seiner Rede geht er noch spezifisch auf Deutschlands Rolle ein und stellt klar, dass Deutschland zwar mit zur Schuldenkrise beigetragen habe, jedoch ausschließlich die Schulden trägt. Hierbei greift er ein Gefühl der deutschen Bevölkerung auf.
Im Anschluss an die Rede hatte das Publikum, im Rahmen einer Diskussionsrunde, die Möglichkeit Van Rompuy Fragen zu stellen.
Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates
“what we are currently going through is not a “renationalisation of European politics”, no it is the “Europeanisation of national political life”. And ultimately, with all its limits and its risks, this change will make the European project stronger"
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