Paolo Gentiloni, Ministerpräsident von Italien

„Dass diese fantastische Konstruktion der europäischen Union nicht Gefahr läuft am Ende so definiert zu werden, wie die deutschen Jahrzehnte definiert wurden: Nämlich ein wirtschaftlicher Riese, aber ein politischer Zwerg.“

Am 07. Februar 2018 beehrte der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa zum Thema “Italien und Deutschland gemeinsam für ein stärkeres Europa“.

Gentiloni beginnt mit einer Analyse der deutsch-italienischen Freundschaft, indem er die Ähnlichkeiten der Länder sowie die Komplementarität der Wirtschaftssysteme hervorhebt. Weiter zieht er eine kurze Bilanz der gegenwärtigen weltpoltischen Lage und kommt zum Schluss, dass es mehr Europa brauche. Diese Nachfrage betreffe aber auch die Zukunft: Um einerseits den Weltmarkt nicht den USA und China zu überlassen und andererseits das europäische Modell der offenen Gesellschaft zu verbreiten. Er ermahnt, dass die Zeit für politische Ambition anstelle von lediglich funktionalistischen Herangehensweisen sei, um nicht nur im Licht der wirtschaftlichen Erfolge gesehen zu werden. Vielmehr müsse neben den wirtschaftlichen Erfolgen ein paralleler Abbau von sozialen Ungleichheiten das Ziel sein. Er endet mit konkreten Forderungen wie der Stärkung des europäischen Parlaments und der Währungsunion.

Im Anschluss an die Rede gab es die Möglichkeit für das Publikum dem Redner im Rahmen einer Diskussionsrunde Fragen zu stellen.

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Humboldt-Reden