Am 12. Mai 2005 beehrte Jaap de Hoop Scheffer das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa. Der NATO-Generalsekretär sprach zum Thema „Perspektiven der Sicherheitspolitik im Zusammenspiel von EU und NATO“.
Seiner Rede stellt de Hoop Scheffer die These voran, EU und NATO müssten ihre immer proklamierte Partnerschaft Wirklichkeit werden lassen. Historisch sei eine europäische Verteidigungspolitik zwar gescheitert, doch gebe es neue Realitäten – die Bedrohung von Staaten von innen, die Entwicklung der EU zu einem sicherheitspolitischen Akteur sowie die Notwendigkeit transatlantischer Zusammenarbeit -, aus denen Konsequenzen gezogen werden müssten. Allem voran sehe er die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen EU und NATO, wie es zum Beispiel in Bosnien und Herzegowina bereits geschehe. Zwar sei eine umfassende Zusammenarbeit in allen Schlüsselfragen wohl zu weit gegriffen, einen pragmatischen und flexiblen Ansatz sehe er jedoch als erstrebenswert.
Im Anschluss an die Rede konnten dem Generalsekretär Fragen gestellt werden.
