Jerzy Buzek, Präsident des Europäischen Parlaments und ehemaliger Ministerpräsident Polens

„Ein Zurück soll es nicht geben! Ein Zurück zur Politik der nationalen Egoismen wird uns nichts bringen! Je schneller die Bürger und Politiker dies begreifen, desto schneller werden wir das System verbessern können.“

Am 22. März 2010 beehrte Jerzy Buzek das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa. Der Präsident des Europäischen Parlaments sprach zum Thema „Die Europäische Union nach Lissabon. Wie viel Europa brauchen die Bürger?“.

Buzek schlägt in seiner Rede neue Methoden für drei Bereiche der europäischen Politik vor: eine effizientere und bürgernähere Union sowie eine Stärkung der Außenpolitik. Zunächst erachtet Buzek eine Parlamentarisierung des Europäischen Parlaments als notwendig; etwa indem Kandidatinnen und Kandidaten während der Wahl mehr Werbung im Mitgliedsstaat machen.  Weiter müsse man die Menschen dazu motivieren sich auf europäischer Ebene zu engagieren – schon allein um eine demokratische Kontrolle der Union zu sichern. Schließlich wendet er sich der Außenpolitik zu: in Anbetracht der multiplen, gegenwärtigen Krisen sei eine globale Zusammenarbeit unerlässlich. Europa könne hierbei nicht nur Stabilität exportieren, sondern müsse sich auch für seine Werte – Menschenrechte, Freiheit, Demokratie – einsetzen.

Im Anschluss an die Rede hatte das Publikum die Möglichkeit Buzek Fragen zu stellen und mit ihm in den Austausch zu treten.

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Humboldt-Reden