José Manuel Durão Barroso, Präsident der Europäischen Kommission und ehem. Ministerpräsident Portugals

„In der europäischen Politik fehlt es an dem Mut und der Bereitschaft, sich zu Europa zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen und keine institutionelle Reform allein kann dies ausgleichen.“

Am 08. Mai 2014 beehrte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa zum Thema „Betrachtungen zur aktuellen Situation und zur Zukunft der Europäischen Union“.

Zunächst erinnert Barosso daran, dass heute wie auch bei der Gründung der Union, die gleichen Ziele im Zentrum stünden: Frieden und Wohlstand. Beide diese Ziele würden aktuell jedoch bedroht. Die europäische Union müsse deshalb lernen sich aktuellen Geschehnissen anzupassen. Weitergehend teilt Barosso seine Überzeugung der Notwendigkeit einen Konsens der Mitgliedstaaten zu finden, wie viel Integration gewollt sei. In welchen Bereichen er diesen Konsens für besonders relevant hält, teilt der Redner anschließend. Er mahnt davor die Frage nach der Zukunft Europas eine Frage von Institutionen und Verträgen werden zu lassen, statt einer Frage über Maßnahmen und Strategien. Anschließend nennt Barosso exemplarisch Probleme, deren Lösung seines Erachtens von hoher Bedeutung für die europäische Zukunft sind. Er endet mit dem Appell hoffungsvoll zu bleiben und erinnert an das von Beginn an herrschende Bewusstsein um die Langwierigkeit des Integrationsprozesses.  

Im Anschluss an die Rede gab es die Möglichkeit dem Kommissionspräsidenten im Rahmen einer Publikumsdiskussion Fragen zu stellen. 

José Manuel Durão Barroso: Betrachtungen zur aktuellen Situation und zur Zukunft der Europäischen Union

Humboldt-Rede zu Europa von José Manuel Durão Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, am 8. Mai 2014.

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