Mario Monti, Ehemaliger Ministerpräsident und Senator auf Lebenszeiten der italienischen Republik

“We know that in Europe if there is no European Union most likely there is the war.”

Am 25. Mai 2026 hielt der ehemalige Ministerpräsident Italiens, Marion Monti, eine Humboldt-Rede zu Europa zum Thema „Democracy, Integration and the European Union”. Diese Rede war die letzte Rede, die unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Ingolf Pernice stattgefunden hatte, bevor dessen Nachfolger Prof. Dr. Matthias Ruffert den Lehrstuhl und somit auch die Humboldt-Reden zu Europa übernahm.

Zu Beginn seiner Rede stellt Monti die Frage, ob die europäischen Länder angefangen hätten den Integrationsprozess ein Stück weit abzulehnen. Um herauszuarbeiten woher diese Einstellung stammen könnte, nennt er verschiedene ökonomische und politische Aspekte. Im Bezug auf erstere hebt er vor allem den Wechsel von einer Langfristigkeit hin zu Flexibilität und Spontanität hervor. Gefährlich sei das vor allem, weil die Europäische Union den Wohlstand auch für alle nachfolgenden Generationen sichern müsse und Integration als europäischer Kerngedanke, immer langfristig gedacht werden müsse. Das Ende seiner Rede leitet Monti mit dem Hinweis ein, dass Integration nicht nur in der europäischen Union gefährdet sei und verweist unter anderem auf Schottland und die WHO. Solange die Europäische Union uns allen aber tatsächlich wichtig sei, sehe er keinen Grund die zugrundeliegenden Probleme nicht anzugehen.

Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Mario Monti, Virgilio Dastoli, Sylvie Goulard sowie Mark Dawson unter Moderation von Prof. Dr. Dres. h.c. Ingolf Pernice statt. Abschließend wurde der Film „Un Mondo Nuovo“ in Erinnerung an Altiero Spinelli gezeigt.

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Humboldt-Reden