Am 26. Februar 2008 beehrte Mary McAleese das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa. Als erste Frau in der Geschichte der Vortragsreihe sprach die Präsidentin der Republik Irland zum Thema „Europe in the Coming Times: an Irish perspective“.
McAleese zeigt zunächst die enge Verbindung zwischen Irland und Kontinentaleuropa auf – ausgehend von Wilhelm von Humboldt, der Irisch zuerst als Indo-Germanische Sprache erkannte. In den von – 1950 noch undenkbaren – Erfolg geprägten letzten 20 Jahren, habe die Union sich hauptsächlich mit internen Angelegenheiten beschäftigt; jetzt sei es Zeit den Blick auch nach außen zu richten. Irlands Außenpolitik sei von seiner Geschichte geprägt und folge unter anderem dem Prinzip friedlicher Zusammenarbeit und Streitbeilegung zwischen Nationen. McAleese sieht hier Potenzial weiterhin und vermehrt Missionen zu unterstützen, deren Ziel der Aufbau von rechtsstaatlichen Strukturen in anderen Ländern ist. Weiter sehe sie die europäische Union in der Verantwortung ihrer grundlegenden Werte zu schützen, vor allem in Anbetracht der Klimakrise. McAleese beendet ihre Rede mit der Erinnerung daran, dass der Weg der Union noch nicht bestimmt ist, sondern offensteht.
Im Anschluss an die Rede konnte das Publikum der Präsidentin Fragen stellen und hatte die Möglichkeit mit ihr in Austausch zu treten.
