Am 27. Juni 2013 hatte das Walter Hallstein-Institut die Ehre Milos Zeman, Präsident der Tschechischen Republik, als Redner im Rahmen der Humboldt-Reden zu Europa begrüßen zu dürfen.
Zeman übt in seiner Rede (Selbst-)Kritik an drei Pfeilern der europäischen Union: der gemeinsamen Außenpolitik, der Verteidigungspolitik und der gemeinsamen Wirtschaftspolitik. Bei ersterer beläuft sich Zemans Kritik auf die sogenannte „soft policy“, welche er als eine Wiederholung der Appeasementpolitik während des zweiten Weltkrieges betrachtet und im gleichen Zug auf das damalige Versagen hinweist. Die Kritik an der Verteidigungspolitik beläuft sich auf das Fehlen einer gemeinsamen Verteidigungskraft unter einer einheitlichen Führung. Letztlich kritisiert er den fehlenden Willen aller europäischen Länder zu investieren, was die gemeinsame Wirtschaft schwäche. Er endet mit dem Appell diesen Mangel an Investition zu beheben.
Im Anschluss an die Rede hatte das Publikum die Möglichkeit Zeman Fragen zu stellen.
Milos Zeman, Präsident der Tschechischen Republik
„[…]I think that main reason or main source of present economic crisis, which is not worldwide, but only Euro-Americanwide, is underinvestment of European economy […]”
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