Richard von Weizsäcker, Bundespräsident a.D.

„Soweit die EU mit einer Stimme spricht, ist sie einer der ganz wenigen globalen Machtfaktoren.“

Am 01. November 2006 beehrte der Bundespräsident a.D.  Richard von Weizsäcker das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa. Die Rede trug den Titel „Europa unterwegs zur politischen Union?“.

Von Weizsäcker beginnt seine Rede mit einem kurzen historischen Abriss, wobei er vor allem den Weg Großbritanniens in die und dessen spezielle Rolle in der EU betont, sowie die von Beginn an starke Position Frankreichs. Daraufhin geht er in drei Abschnitten auf weitere Entwicklungen der europäischen Gemeinschaft ein: den kontinuierlichen Aufstieg des Kontinents, das Ringen um Vertiefung und Erweiterung der Union sowie die Rolle Europas im Lichte der Globalisierung. So betont er die Notwendigkeit eines umfassenden, europäischen Regelwerkes nicht nur für den Zusammenhalt unter den Mitgliedsstaaten, sondern auch um in Zeiten der Globalisierung die Handlungsfähigkeit nach außen zu sichern und somit die europäischen Werte sichern zu können. Schließlich mahnt er zu Geduld, denn die EU entwickele sich langsam, aber sie entwickele sich.

Im Anschluss an die Rede hatte das Publikum die Möglichkeit in Austausch mit von Weizsäcker zu treten und ihm Fragen zu stellen.

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Humboldt-Reden